Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Donnerstag, 22. Dezember 2011, 17:50 (vor 5228 Tagen)
Es ist beeindruckend, in welchem Maße Denkverbote, pardon, Redeverbote ausgesprochen werden. Und es ist reiner Zufall, dass ich da bisweilen an "1984" denken muss. Oder an nordkoreanische Diktatoren. Oder an Stalin. Nicht an Honecker, der saß ja mal mit Udo in einem Zug, oder so. Ganz ehrlich, das ist Zufall. Ein befreundeter Rechtsanwalt versucht gerade herauszufinden, ob ich sowas denken und schreiben darf. Bis dahin beharre ich auf, äh, ooops...
Lassen wir mal die Lächerlichkeiten beiseite. Diese randständigen Diskussionen über Opferzahlen. Aber spielen die Zahlen nicht doch eine Rolle? Ich meine, irgendwo muss ja definiert sein, ab welcher Prozentzahl der Opfer das Kriterium Völkermord definiert ist. Worüber, nachdem es einmal definiert oder gesetzt wurde, natürlich nicht mehr geredet werden darf - jedenfalls nicht von den Vertretern der Gegenseite.
Mit Verlaub: Solange es Holocaust-Leugner gibt, sollte man sich Gedanken über den Geschichtsunterricht machen. Nicht über das Strafmaß.
Pardon, es ging in Frankreich ja um die Armenier. Offiziell natürlich nicht, aber vielleicht doch. Wenigstens um die armenischen Wähler. Das scheinen mehr zu sein als Türken in Frankreich...
Sorry, aber diese Geschichte ist schlicht albern.
Während die Aufregung Erdogans über die Beschmutzung des Jungtürken Ata Türk schon wieder ein guter Witz ist.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
ecc, Donnerstag, 22. Dezember 2011, 20:01 (vor 5228 Tagen) @ H..
Es ist beeindruckend, in welchem Maße Denkverbote, pardon, Redeverbote ausgesprochen werden. Und es ist reiner Zufall, dass ich da bisweilen an "1984" denken muss. Oder an nordkoreanische Diktatoren. Oder an Stalin. Nicht an Honecker, der saß ja mal mit Udo in einem Zug, oder so. Ganz ehrlich, das ist Zufall. Ein befreundeter Rechtsanwalt versucht gerade herauszufinden, ob ich sowas denken und schreiben darf. Bis dahin beharre ich auf, äh, ooops...
Jau, Verbote allüberall.
Da schrieb neulich Einer einen Artikel, in dem auch "Schwarzafrika" vorkam, im Hinblick darauf, dass wir uns mit Schwarzafrika besonders viel Mühe geben müssten.
Schon meldete sich einer aus der Leserschar und schrie : "Rassist!"
Die nachfolgende Erklärung ermöglicht es mir, Dich und die geneigten Mitforisten auf den neuesten Stand zu bringen :
"Schwarzafrikanisch" heißt jetzt : "Subsaharisch"
Da habe ich doch gleich den Mohrenkopf, auf dem ich herumkaute, auf die Tastatur geprutscht.
Also echt, Rassismus taucht nix und kost' mich getz eine neue Tastatur.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Divara
, Freitag, 23. Dezember 2011, 11:37 (vor 5227 Tagen) @ ecc
Da schrieb neulich Einer einen Artikel, in dem auch "Schwarzafrika" vorkam, im Hinblick darauf, dass wir uns mit Schwarzafrika besonders viel Mühe geben müssten.
Schon meldete sich einer aus der Leserschar und schrie : "Rassist!"
Die nachfolgende Erklärung ermöglicht es mir, Dich und die geneigten Mitforisten auf den neuesten Stand zu bringen :
"Schwarzafrikanisch" heißt jetzt : "Subsaharisch"
Da habe ich doch gleich den Mohrenkopf, auf dem ich herumkaute, auf die Tastatur geprutscht.
Also echt, Rassismus taucht nix und kost' mich getz eine neue Tastatur.
Könntest du weiterhelfen, ecc? Die ´Tochter von Bekannten hat einen neuen Freund. Er ist nicht weiß. Aus welchem Teil der Welt er stammt, weiß ich gerade nicht. Spricht man vor Dritten bzw. Vierten über ihn, geraten wir regelmäßig ins Stottern: "Er ist ein Schwarzer, aber das darf man ja nicht sagen, er ist ein Farbiger äääh darf man das sagen? Also er ist...äääh..." Oder so ähnlich. Wie lautet denn die passende Bezeichnung zu Subsahara - falls er dorther kommt? "Subsaharier"? Kwezi ist verreist, den kann man gerade nicht fragen. Ist es nicht vielleicht schon Rassismus, überhaupt festzustellen, dass er eine andere Hautfarbe hat?
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
ecc, Freitag, 23. Dezember 2011, 12:19 (vor 5227 Tagen) @ Divara
Könntest du weiterhelfen, ecc? Die ´Tochter von Bekannten hat einen neuen Freund. Er ist nicht weiß. Aus welchem Teil der Welt er stammt, weiß ich gerade nicht. Spricht man vor Dritten bzw. Vierten über ihn, geraten wir regelmäßig ins Stottern: "Er ist ein Schwarzer, aber das darf man ja nicht sagen, er ist ein Farbiger äääh darf man das sagen? Also er ist...äääh..." Oder so ähnlich. Wie lautet denn die passende Bezeichnung zu Subsahara - falls er dorther kommt? "Subsaharier"? Kwezi ist verreist, den kann man gerade nicht fragen. Ist es nicht vielleicht schon Rassismus, überhaupt festzustellen, dass er eine andere Hautfarbe hat?
Tja - Wiki hilft da auch nicht viel weiter :
http://de.wikipedia.org/wiki/Subsahara-Afrika
Mit Subsaharierer oder Subsahariker wärest Du wohl auf der sicheren Seite, zumindest, was den Lacherfolg angeht, nachdem die Leute kapiert haben, was oder wer gemeint ist.
Für amerikanische Neger hat der ansonsten verehrte Autor John Brunner den Begriff "Afram" geprägt - darüber sind mir noch keine Beschwerden bekannt.
Für europäische Neger ist mir noch keine verbindliche Sprachvorschrift untergekommen - somit ist sichergestellt, dass JEDE Bezeichnung einen Rassismusvorwurf nach sich zieht.
Ich rate zum Abwarten : Wenn die Schriftleitung der politischen Korrektheit erst mal dahinterkommt, dass "Sub" die Bedeutung von "Unter" hat, ergeht neue Anweisung.
Hilfsweise könnten wir die Unbenambaren ja bis zu diesem Zeitpunkt "Kwezis" nennen.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Freitag, 23. Dezember 2011, 13:15 (vor 5227 Tagen) @ Divara
... Die ´Tochter von Bekannten hat einen neuen Freund. Er ist nicht weiß. Aus welchem Teil der Welt er stammt, weiß ich gerade nicht. Spricht man vor Dritten bzw. Vierten über ihn, geraten wir regelmäßig ins Stottern: "Er ist ein Schwarzer, aber das darf man ja nicht sagen, er ist ein Farbiger äääh darf man das sagen? Also er ist...äääh..." Oder so ähnlich. Wie lautet denn die passende Bezeichnung zu Subsahara - falls er dorther kommt? "Subsaharier"? Kwezi ist verreist, den kann man gerade nicht fragen. Ist es nicht vielleicht schon Rassismus, überhaupt festzustellen, dass er eine andere Hautfarbe hat?
Tscha, der politisch korrekte Mensch kommt da leicht in's Schwitzen...
Und ich muss einräumen, dass ich manche Bezeichnungen nicht mag. "Farbig" zum Bleistift. Da kann man ja auch gleich "bunt" sagen. Gelbe Finger, rote Nase, grüne Haare - oder ist die Haarfarbe schon wieder out? "Neger" mag ich auch nicht. Aber das liegt schlicht daran, dass ich das nur als Negativ-Bezeichnung kenne. So aus der Zeit, als die Mädels noch für'n Kaugummi mit "denen" rummachten. So hieß es jedenfalls.
Allerdings frage ich mich, warum in Deinem Fall die Hautfarbe überhaupt eine Rolle spielt (Sachfrage!). Also bei meinen Workshops ist so ziemlich alles bunt gemischt - von der Hautfarbe bis zur Kopfbedeckung, sozusagen. Aber irgendwann hatte ich mal 'nen Jungen dazwischen, der war sowas von schwarz, das dürfte es im ganzen Kaff nicht nochmal geben. Insofern durchaus erwähnenswert.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Divara
, Freitag, 23. Dezember 2011, 17:10 (vor 5227 Tagen) @ H..
Allerdings frage ich mich, warum in Deinem Fall die Hautfarbe überhaupt eine Rolle spielt (Sachfrage!).
Das kommt von das: Die erwähnten Freunde sind Portugiesen, also Mihis.
Sie erzählen:
"R. hat einen neuen Freund".
Ich: "Ist er Portugiese?"
Antwort: "Nein, er ist schwarz".
Und dann folgt das Übliche.
Klar, wäre er Japaner, würde man auch nicht sagen: "Nein, er ist gelb."
Wahrscheinlich darf man bald auch nicht mehr sagen, ob jemand ein Mann oder eine Frau ist. Es muss dann heißen: "R. hat eine neue Beziehung."
Also bei meinen Workshops ist so ziemlich alles bunt gemischt - von der Hautfarbe bis zur Kopfbedeckung, sozusagen. Aber irgendwann hatte ich mal 'nen Jungen dazwischen, der war sowas von schwarz, das dürfte es im ganzen Kaff nicht nochmal geben. Insofern durchaus erwähnenswert.
Das ist in NRW in jeder Schulklasse so, zumindest in den Städten.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Samstag, 24. Dezember 2011, 10:38 (vor 5226 Tagen) @ Divara
Klar, wäre er Japaner, würde man auch nicht sagen: "Nein, er ist gelb."
Ist doch logisch. Bei "gelb" denkt man schließlich automatisch an chinesischen Ursprung:
"In Thailand sind gelbe Metallfragmente vom Himmel gefallen. Die Armee vermutet nach ersten Untersuchungen, dass es sich um Weltraumschrott handelt, vermutlichen chinesischen Ursprungs."
[ http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,805682,00.html ]
Für meinen Geschmack wird um die "korrekte Bezeichnung" von irgendwem einfach viel zu viel Theater gemacht. Gegen Vorurteile hilft das allerdings eher nicht. Im Gegenteil. Im Grunde geht's doch um die Frage, was mit der Aussage verbunden ist, nicht um die Wortwahl.
"Katholik" zum Bleistift wurde hier durchaus schon in diskriminierender Absicht benutzt.
Am lustigsten finde ich eigentlich die Komiker, die sich über Bezeichnungen wie "Eskimo" aufregen. Irgendwelche PCs verweisen dann immer darauf, dass das "Fleischfresser" heißt. Ich weiß nicht so recht, ob das eine Anspielung auf die Tischsitten oder die bevorzugte Nahrung ist. Aber vielleicht treiben die ja inzwischen Ackerbau auf Eisschollen. Und man kann die Bezeichnung nur noch für Leute benutzen, die ihre Begeisterung für eine Mahlzeit durch lautes Rülpsen äußern. Gerüchten zufolge sind das die Anhänger Luthers...
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Divara
, Samstag, 24. Dezember 2011, 11:16 (vor 5226 Tagen) @ H..
Klar, wäre er Japaner, würde man auch nicht sagen: "Nein, er ist gelb."
Ist doch logisch. Bei "gelb" denkt man schließlich automatisch an chinesischen Ursprung:
"In Thailand sind gelbe Metallfragmente vom Himmel gefallen. Die Armee vermutet nach ersten Untersuchungen, dass es sich um Weltraumschrott handelt, vermutlichen chinesischen Ursprungs."[ http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,805682,00.html ]
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Für meinen Geschmack wird um die "korrekte Bezeichnung" von irgendwem einfach viel zu viel Theater gemacht. Gegen Vorurteile hilft das allerdings eher nicht. Im Gegenteil. Im Grunde geht's doch um die Frage, was mit der Aussage verbunden ist, nicht um die Wortwahl.
Tja, aber wenn ich Homosexuelle "Schwule" und Lesbierinnen "Lesben" nenne, dann bin ich voll tolerant.>
"Katholik" zum Bleistift wurde hier durchaus schon in diskriminierender Absicht benutzt.
Wahrscheinlich muss man bald drauf bestehen, Kathole genannt zu werden. s.o.>
Am lustigsten finde ich eigentlich die Komiker, die sich über Bezeichnungen wie "Eskimo" aufregen. Irgendwelche PCs verweisen dann immer darauf, dass das "Fleischfresser" heißt. Ich weiß nicht so recht, ob das eine Anspielung auf die Tischsitten oder die bevorzugte Nahrung ist. Aber vielleicht treiben die ja inzwischen Ackerbau auf Eisschollen. Und man kann die Bezeichnung nur noch für Leute benutzen, die ihre Begeisterung für eine Mahlzeit durch lautes Rülpsen äußern. Gerüchten zufolge sind das die Anhänger Luthers...
Schwaben, Boches, Krauts, Kartoffeln...Wie wärs, man machte es wie die Deutschen und würde einfach darüber lachen?
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Samstag, 24. Dezember 2011, 12:02 (vor 5226 Tagen) @ Divara
Für meinen Geschmack wird um die "korrekte Bezeichnung" von irgendwem einfach viel zu viel Theater gemacht. Gegen Vorurteile hilft das allerdings eher nicht. Im Gegenteil. Im Grunde geht's doch um die Frage, was mit der Aussage verbunden ist, nicht um die Wortwahl.
Tja, aber wenn ich Homosexuelle "Schwule" und Lesbierinnen "Lesben" nenne, dann bin ich voll tolerant.>
"Katholik" zum Bleistift wurde hier durchaus schon in diskriminierender Absicht benutzt.
Wahrscheinlich muss man bald drauf bestehen, Kathole genannt zu werden. s.o.>
Am lustigsten finde ich eigentlich die Komiker, die sich über Bezeichnungen wie "Eskimo" aufregen. ... >
Schwaben, Boches, Krauts, Kartoffeln...Wie wärs, man machte es wie die Deutschen und würde einfach darüber lachen?
Sach' ich doch. Aber es kommt halt immer auf den Zusammenhang an. Also Du kennst irgendwen zum Bleistift von irgendwelchen Dom-Führungen und erzählst von dem. Womöglich ist er ein Job-Konkurrent und Du flechtest unauffällig ein, dass er schwul ist, oder so. Dann gehört das da nicht hin. Wenn Du aber irgendwem erzählst, dass das eigentlich ein ganz knuffiger Kerl ist, der Dich womöglich interessiert - dann ist das schlicht eine andere Aussage.
Oder wenn mir ein Kumpel bei irgendeiner Gelegenheit erzählt, dass er eine Frau ganz anziehend findet - dann würde ich ihn womöglich darauf hinweisen, dass die Betreffende eher anderweitig interessiert ist. Wobei mir gerade auffällt, dass ich den Begriff "Lesbe" nicht verwenden würde.
Mit "Kathole" verbinde ich keine Wertung. Das Wort holpert nicht so, wie "Katholik", kommt nicht so hart daher. Aber das ist einfach Geschmacksache. "Evangele" stört mich auch nicht, solange bei mir ein "Ex-" davor steht.
Als innerchristliche Unterscheidung mag die Bezeichnung Sinn machen, es gibt halt ein paar Unterschiede zwischen der katholischen, der orthodoxen und der evangelischen Sicht. Solange man sich der gemeinsamen Geschichte bewusst ist, geht's ohnehin eher um Detailfragen. Was natürlich auch für Calvin gilt. Der sich übrigens stark an Augustinus orientiert.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Divara
, Samstag, 24. Dezember 2011, 12:17 (vor 5226 Tagen) @ H..
Für meinen Geschmack wird um die "korrekte Bezeichnung" von irgendwem einfach viel zu viel Theater gemacht. Gegen Vorurteile hilft das allerdings eher nicht. Im Gegenteil. Im Grunde geht's doch um die Frage, was mit der Aussage verbunden ist, nicht um die Wortwahl.
Tja, aber wenn ich Homosexuelle "Schwule" und Lesbierinnen "Lesben" nenne, dann bin ich voll tolerant.>
"Katholik" zum Bleistift wurde hier durchaus schon in diskriminierender Absicht benutzt.
Wahrscheinlich muss man bald drauf bestehen, Kathole genannt zu werden. s.o.>
Am lustigsten finde ich eigentlich die Komiker, die sich über Bezeichnungen wie "Eskimo" aufregen. ... >
Schwaben, Boches, Krauts, Kartoffeln...Wie wärs, man machte es wie die Deutschen und würde einfach darüber lachen?
Sach' ich doch. Aber es kommt halt immer auf den Zusammenhang an. Also Du kennst irgendwen zum Bleistift von irgendwelchen Dom-Führungen und erzählst von dem. Womöglich ist er ein Job-Konkurrent und Du flechtest unauffällig ein, dass er schwul ist, oder so. Dann gehört das da nicht hin.
Wenn Du aber irgendwem erzählst, dass das eigentlich ein ganz knuffiger Kerl ist, der Dich womöglich interessiert - dann ist das schlicht eine andere Aussage.
Oder wenn mir ein Kumpel bei irgendeiner Gelegenheit erzählt, dass er eine Frau ganz anziehend findet - dann würde ich ihn womöglich darauf hinweisen, dass die Betreffende eher anderweitig interessiert ist. Wobei mir gerade auffällt, dass ich den Begriff "Lesbe" nicht verwenden würde.
Mit "Kathole" verbinde ich keine Wertung. Das Wort holpert nicht so, wie "Katholik", kommt nicht so hart daher. Aber das ist einfach Geschmacksache. "Evangele" stört mich auch nicht, solange bei mir ein "Ex-" davor steht.
Als innerchristliche Unterscheidung mag die Bezeichnung Sinn machen, es gibt halt ein paar Unterschiede zwischen der katholischen, der orthodoxen und der evangelischen Sicht. Solange man sich der gemeinsamen Geschichte bewusst ist, geht's ohnehin eher um Detailfragen. Was natürlich auch für Calvin gilt. Der sich übrigens stark an Augustinus orientiert.
Eigentlich gings mir nur um die korrekte Bezeichnung von XY. Dazu ein kleiner Beitrag:
Wir kriegten neulich einen von der offiziellen Turi-Zentrale der Stadt einen Text über das hiesige Rathaus mit seinem Friedenssaal zugestellt. Mit viel Infos über den 30jährigen Krieg. Das hieß es dann: Die katholischen Delegierten trafen sich in Münster, die Evangelisten in Osnabrück.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Samstag, 24. Dezember 2011, 12:35 (vor 5226 Tagen) @ Divara
Eigentlich gings mir nur um die korrekte Bezeichnung von XY. Dazu ein kleiner Beitrag:
Wir kriegten neulich einen von der offiziellen Turi-Zentrale der Stadt einen Text über das hiesige Rathaus mit seinem Friedenssaal zugestellt. Mit viel Infos über den 30jährigen Krieg. Das hieß es dann: Die katholischen Delegierten trafen sich in Münster, die Evangelisten in Osnabrück.![]()
Scheiß auf die korrekte Bezeichnung. Die eigentliche Frage ist doch ohnehin, ob's ein netter Kerl ist. Und wenn da andere Fragen, z.B. religiöse, reinspielen, wie tolerant BEIDE Seiten sind.
Die "Evangelisten" sind aber wirklich zum Abrollen. Außer - das Papier hätte ein eingefleischter Kathole verfasst.

Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
ecc, Samstag, 24. Dezember 2011, 12:46 (vor 5226 Tagen) @ H..
Der sich übrigens stark an Augustinus orientiert.
Der übrigens erst zum "heiligen Augustinus" wurde, als seine Genusswurzel verdorrte.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Samstag, 24. Dezember 2011, 12:58 (vor 5226 Tagen) @ ecc
Der sich übrigens stark an Augustinus orientiert.
Der übrigens erst zum "heiligen Augustinus" wurde, als seine Genusswurzel verdorrte.
Du bist übrigens wirklich ein boshafter Kerl!
Aber mir gings bei Calvin und Augustinus eher mehr um die Praedestinationslehre. Du weißt doch: Dein Schicksal liegt allein in Allahs Hand. Egal, wie sehr Du strampelst, er macht doch, was er will.
Ziemlich abartig, für meinen Geschmack.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Final Cut, Freitag, 23. Dezember 2011, 14:55 (vor 5227 Tagen) @ ecc
"Schwarzafrikanisch" heißt jetzt : "Subsaharisch"
Da habe ich doch gleich den Mohrenkopf, auf dem ich herumkaute, auf die Tastatur geprutscht.
Moment, was genau haben Sie gegessen, einen Mohrenkopf oder einen Negerkuss? Die politisch korrekte Bezeichnung von letzterem lautet: “Schokoladenüberzogene Schaumware mit Migrationshintergrund“
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Alex
, Freitag, 23. Dezember 2011, 15:29 (vor 5227 Tagen) @ Final Cut
"Schwarzafrikanisch" heißt jetzt : "Subsaharisch"
Da habe ich doch gleich den Mohrenkopf, auf dem ich herumkaute, auf die Tastatur geprutscht.
Moment, was genau haben Sie gegessen, einen Mohrenkopf oder einen Negerkuss? Die politisch korrekte Bezeichnung von letzterem lautet: “Schokoladenüberzogene Schaumware mit Migrationshintergrund“
Aha, Du hast also Deinen Witz wiedergefunden, sehr schön.
Wo war er denn?
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Final Cut, Freitag, 23. Dezember 2011, 16:30 (vor 5227 Tagen) @ Alex
"Schwarzafrikanisch" heißt jetzt : "Subsaharisch"
Da habe ich doch gleich den Mohrenkopf, auf dem ich herumkaute, auf die Tastatur geprutscht.
Moment, was genau haben Sie gegessen, einen Mohrenkopf oder einen Negerkuss? Die politisch korrekte Bezeichnung von letzterem lautet: “Schokoladenüberzogene Schaumware mit Migrationshintergrund“
Aha, Du hast also Deinen Witz wiedergefunden, sehr schön.
Wo war er denn?
Ja leider werden noch viel zu viele diskriminierende Wörter gedankenlos benutzt. “Alt“ zum Beispiel. Altbier ist kein altes Bier, daher muss es bei der Bestellung nicht heißen: “Ein Alt, bitte“, sondern “eine obergärige Gestenkaltschale, bitte.“ Und natürlich “Benzindroschkenstraße“ statt “Autobahn“.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Samstag, 24. Dezember 2011, 10:58 (vor 5226 Tagen) @ Final Cut
Altbier ist kein altes Bier ...
Völlig korrekt. Altes Bier bekommt man schließlich, wenn man Pils bestellt.
In bayerischen Kneipen ist das alles einfacher. Man bestellt "Hell" oder "Dunkel" und bekommt das auch. Bei 'nem Hefe ist dieselbe nicht zu übersehen - aber Kristalle habe ich noch nicht gefunden...
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Rachmones Peppermind, Sonntag, 25. Dezember 2011, 15:54 (vor 5225 Tagen) @ H..
Altbier ist kein altes Bier ...
Völlig korrekt. Altes Bier bekommt man schließlich, wenn man Pils bestellt.In bayerischen Kneipen ist das alles einfacher. Man bestellt "Hell" oder "Dunkel" und bekommt das auch. Bei 'nem Hefe ist dieselbe nicht zu übersehen - aber Kristalle habe ich noch nicht gefunden...
Mann, ey! Soll ich jetzt mal klugscheißen?
(Bei "flechtest" halte ich ja noch mein Maul - heute ist ja alles anders. "Kathole" ist eigentlich das Schmähwort zu "Katholik" (so gehört's meines Wissens). "Schwule und Lesben" sind inzwischen politische Begriffe, alles auch noch okay.)
Aber wenn Du Trottel in einer bayerischen Kneipe (Boaz, Wirtshaus) einen Flaumenkuchen oder ein Helles oder ein Dunkles oder ein Hefeweizen bestellst- garantiere ich für gar nichts, vor allem nicht für Service.
Merke:
1. Zwetschgendatschi.
2. Weißbier.
Was anderes bestell eh keine Sau. (Die allerdings kann man auch haben: A hoibe Sau ina Semme neizwickt. Oder auch: Leberkaassemme.)
An guadn.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Rachmones Peppermind, Sonntag, 25. Dezember 2011, 15:59 (vor 5225 Tagen) @ Rachmones Peppermind
Altbier ist kein altes Bier ...
Völlig korrekt. Altes Bier bekommt man schließlich, wenn man Pils bestellt.In bayerischen Kneipen ist das alles einfacher. Man bestellt "Hell" oder "Dunkel" und bekommt das auch. Bei 'nem Hefe ist dieselbe nicht zu übersehen - aber Kristalle habe ich noch nicht gefunden...
Mann, ey! Soll ich jetzt mal klugscheißen?
(Bei "flechtest" halte ich ja noch mein Maul - heute ist ja alles anders. "Kathole" ist eigentlich das Schmähwort zu "Katholik" (so gehört's meines Wissens). "Schwule und Lesben" sind inzwischen politische Begriffe, alles auch noch okay.)Aber wenn Du Trottel in einer bayerischen Kneipe (Boaz, Wirtshaus) einen Flaumenkuchen oder ein Helles oder ein Dunkles oder ein Hefeweizen bestellst- garantiere ich für gar nichts, vor allem nicht für Service.
Merke:
1. Zwetschgendatschi.
2. Weißbier.Was anderes bestellt eh keine Sau. (Die allerdings kann man auch haben: A hoibe Sau ina Semme neizwickt. Oder auch: Leberkaassemme.)
An guadn.
Nachtrag:
Ein Helles is "a hoibe".
Oder "a Maß".
Alternativ:
Starkbier (zur entsprechenden Zeit).
Für die Hesse:
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=lZEJv8Em4BQ&feature=endscreen
http://www.youtube.com/watch?v=vsRZ0l7MXVM&NR=1&feature=endscreen
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Sonntag, 25. Dezember 2011, 16:15 (vor 5225 Tagen) @ Rachmones Peppermind
Es kann immer noch schlimmer werden. Die Mass liebt das kurze "a" und die Halbe ist eine Mengenbezeichnung.
Womit ich hier raus bin.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Rachmones Peppermind, Sonntag, 25. Dezember 2011, 16:41 (vor 5225 Tagen) @ H..
Es kann immer noch schlimmer werden. Die Mass liebt das kurze "a" und die Halbe ist eine Mengenbezeichnung.
[/b]>
Womit ich hier raus bin.
LOL. Die Mass auch (es ist übrigens in sehr spezielles A). Es ist einfach das Doppelte der hoibn.
Liebe Grüße (Du bist doch nicht wirklich ... äh?)
P.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Sonntag, 25. Dezember 2011, 17:11 (vor 5225 Tagen) @ Rachmones Peppermind
Nein, ich bin nicht "wirklich". 
Bezug war ohnehin nur der thread.
Aber stell mir nicht die Dinge auf den Kopf. Bezugsgröße ist halt die Mass (ca. 1 Liter, abhängig von Ort und Wirt), die Halbe oder ein kleines Glas (sorry, mein bayerisch ... ) halt die Hälfte.
Hell und Dunkel geht eh nur auffm Dorf, manchmal schmeckt's, manchmal weniger. Empfehlen kann ich das Dunkel von Sanderbräu (Bereich Riedenburg). Sagen wir mal es hat einen entschlackenden Nebeneffekt.
Weißbier trinke ich in Bayern eher selten - nur wenn der lokale Bräu sein Handwerk nicht versteht. Und natürlich nicht vom Fass. Auch wenn diese Krankheit inzwischen selbst im Süden verbreitet ist.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Rachmones Peppermind, Sonntag, 25. Dezember 2011, 17:26 (vor 5225 Tagen) @ H..
Nein, ich bin nicht "wirklich".
Bezug war ohnehin nur der thread.
Aber stell mir nicht die Dinge auf den Kopf. Bezugsgröße ist halt die Mass (ca. 1 Liter, abhängig von Ort und Wirt), die Halbe oder ein kleines Glas (sorry, mein bayerisch ... ) halt die Hälfte.
Hell und Dunkel geht eh nur auffm Dorf, manchmal schmeckt's, manchmal weniger. Empfehlen kann ich das Dunkel von Sanderbräu (Bereich Riedenburg). Sagen wir mal es hat einen entschlackenden Nebeneffekt.
Weißbier trinke ich in Bayern eher selten - nur wenn der lokale Bräu sein Handwerk nicht versteht. Und natürlich nicht vom Fass. Auch wenn diese Krankheit inzwischen selbst im Süden verbreitet ist.
Dann is ja jut. (Weißbier finde ich grausig, falls ich das zu erwähnen vergaß.)
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
Final Cut, Sonntag, 25. Dezember 2011, 16:32 (vor 5225 Tagen) @ Rachmones Peppermind
Für die Hesse:
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=lZEJv8Em4BQ&feature=endscreen
http://www.youtube.com/watch?v=vsRZ0l7MXVM&NR=1&feature=endscreen
Wir Hessen tun auch etwas gegen den Drogenmissbrauch!
Damit kann man gar nicht früh genug anfangen.
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Sonntag, 25. Dezember 2011, 16:10 (vor 5225 Tagen) @ Rachmones Peppermind
Abba sischa doch...
Tut das eigentlich beim Schreiben schon weh, oder erst später?
Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn
H.., Freitag, 23. Dezember 2011, 13:53 (vor 5227 Tagen) @ H..
Also, dass Erdogan meine bescheidene Bemerkung über Prozentzahlen gelesen hat, das begeistert mich natürlich. Auch wenn ich einmal mehr feststellen muss, dass Ironie nicht jedermanns Sache ist...
Im Streit mit Frankreich ging Erdogan nun sogar noch einen Schritt weiter: Er warf Frankreich seinerseits vor, selbst als Kolonialmacht in Algerien einen "Völkermord" begangen zu haben. "Schätzungen zufolge wurden 15 Prozent der algerischen Bevölkerung durch die Franzosen ab 1945 massakriert. Es handelt sich um einen Völkermord."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,805571,00.html
Ich frage mich allerdings, was Erdo damit ausdrücken möchte. Dass die Türken angesichts der Prozentzahlen die Besseren sind?
Interessant bleibt in jedem Fall die Frage, welche Politiker mehr Stroh im Kopf haben.