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<title> - US-Medien im Krieg</title>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/</link>
<description>Das offizielle Amerikanski Forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ojemine, das ist ja noch mehr... <br />
 <br />
Also: <br />
 </p>
<blockquote><p>Die Verbalinjurien begannen auf der deutschen <br />
Seite mit dem Vorwurf des Abenteurertums und der <br />
Instrumentalisierung im Wahlkampf. Fleischer, Rice <br />
und Bush haben sich niemals annähernd offen so <br />
antideutsch geäußert wie Teile der deutschen <br />
Regierung antiamerikanisch. Dies trifft einzig auf <br />
Rumsfeld zu. </p>
</blockquote><p>
  <br />
Zu sagen, Deutschland würde sich nicht an einem <br />
Abenteuer beteiligen, ist keine Verbalinjurie, <br />
genausowenig, wie die Einbeziehung dieses Themas <br />
in den Wahlkampf. Beides halte ich für vollkommen <br />
in Ordnung, oder wollen Sie etwa fordern, die <br />
Parteien dürften ihre Positionen zu wichtigen <br />
Themen vor Wahlen nicht äußern? Ein ziemlich <br />
undemokratischer Standpunkt! Und nicht nur <br />
Rumsfeld, auch Bush hat sich äußerst flegelhaft <br />
verhalten.  <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Dass in den Nachkriegstagen das Ölministerium das <br />
einzige Gebäude war, das bewacht wurde, ist eben <br />
eine Tatsache, die interpretiert wird... </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das kann wohl die &amp;#8218;Blut für <br />
Öl´-Unterstellungen <br />
von vor dem Krieg kaum erklären. Sie gehen <br />
übrigens interessanterweise auch nicht darauf ein, <br />
dass und warum die vorhandenen, durchaus <br />
überzeugenden Argumente gegen diese These in den <br />
Medien (vielleicht außer der Welt und der Zeit) <br />
kaum eine Rolle gespielt haben und dass und warum <br />
man nicht erwähnt hat, dass man dies alles schon <br />
mehrfach unterstellt und damit nachweislich falsch <br />
gelegen hat. <br />
Und ferner: Wenn Sie den Wiederaufbau des Iraks <br />
mit Hilfe des irakischen Öls vorantreiben wollen: <br />
Was würde für Sie wohl hohe Priorität bei der <br />
Beschützung genießen? </p>
</blockquote><p>
 <br />
Wenn mich das Wohl des Landes interessierte, würde <br />
ich womöglich auch noch Atomanlagen und Museen <br />
schützen.  <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Aber selbstverständlich wird in der Presse kein <br />
einseitiger ´Blut für Öl´ Standpunkt vertreten. <br />
Und Herr Grass ist Schriftsteller, kein <br />
Spiegel-Autor. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Ich habe nie nur vom Spiegel gesprochen. Sie <br />
zitieren auch nicht nur Journalisten, sondern <br />
ebenso bedeutende Personen des öffentlichen <br />
Lebens. Eine solche ist Herr Grass ohne Zweifel. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Ich habe Artikel, die in amerikanischen Zeitungen <br />
erschienen sind, zitiert. Schließlich war das <br />
Thema:´Amerikanische Medien´. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Erstaunlich finde ich, dass Sie von deutschen <br />
Politikern erwarten, die Bevölkerung über die <br />
wahren Motive der Bushies aufzuklären. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das erwarte ich keineswegs. Ich erwarte aber <br />
zumindest gegenüber einem Staat, den man noch <br />
immer als Freund bezeichnet, dass man sich nicht <br />
noch vorhandene Verschwörungstheorien und <br />
Ressentiments zunutze zu machen bemüht, (von denen <br />
man selbst wissen sollte, dass sie nicht der <br />
Realität entsprechen und wie sensibel man auf der <br />
anderen Seite - zurecht - auf so etwas reagiert) <br />
um sich auf dem Rücken einer möglichen gemeinsamen <br />
Problemlösung und zulasten einer wichtigen <br />
Partnerschaft innenpolitisch zu profilieren. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Dass über die wahren Kriegsgründe spekuliert <br />
wurde, haben die Bushies sich nun wirklich selbst <br />
zuzuschreiben. Schließlich war und ist <br />
offensichtlich, dass diese nicht mit den genannten <br />
Kriegsgründen identisch sind. <br />
Also, was sind die wahren Kriegsgründe? <br />
Muss das die Bundesregierung erklären oder die <br />
Bush-Regierung? <br />
Und wieso darf die Bush-Administration behaupten, <br />
Schröder hätte das Irak-Thema für seinen Wahlkampf <br />
instrumentalisiert?  <br />
 <br />
 <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>Also auch hier: Wer mit dem Zeigefinger auf andere <br />
zeigt, auf den zeigen drei Finger zurück. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>Wieviele Finger zeigen denn dann auf Sie selbst? </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Heißa! Welch kreative Frage! <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" />  </p>
</blockquote><p>
 <br />
Die hatte Ihr kreatives Statement auch verdient<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Wie bitte? Selbstverständlich darf sie darauf <br />
verweisen, worum es sich beim Irak handelte - bloß <br />
hat das überhaupt keiner bestritten. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das ist immer eine bequeme Argumentation. Leider <br />
ging es aber in diesem Konflikt um dieses Land, <br />
weshalb man die Zustände dort nicht immer mit <br />
einem Halbsatz beiseite schieben kann, um dann <br />
wieder auf Amerika einzuprügeln. Genauso, wie es <br />
nicht reicht, zu sagen &amp;#8218;Saddam ist ein <br />
schrecklicher Diktator´, aber die von ihm <br />
verursachten Gräuel beiseite zu schieben oder die <br />
Primärschuld von dem, der die Mordbefehle gegeben <br />
hat, auf jene abzuwälzen, die leider den Fehler <br />
gemacht haben, nicht einzugreifen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Der einzige, der etwas beiseite schiebt, sind Sie <br />
- nämlich die Tatsache, dass hier basierend auf <br />
einer unilateralen Entscheidung, unter <br />
Vorschiebung falscher Gründe und zum Dienste der <br />
eigenen Interessen ein Land besetzt wurde, dessen <br />
Diktator man jahrelang unterstützt hat. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Aber der <br />
Maßstab für die Qualität der amerikanischen Presse <br />
kann ja wohl kaum der Irak sein, oder? </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Die einzige Person, die hier implizit einen <br />
Vergleich dieser Art aufgemacht hat, sind Sie. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Lesen Sie bitte noch mal nach. Es war Smadar, die <br />
diesen Vergleich aufgemacht hat. <br />
 <br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1240</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1240</guid>
<pubDate>Tue, 20 May 2003 08:39:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ GG 5</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Was soll daran irrational sein? Glauben Sie etwa, <br />
der Irak-Krieg hätte die Terrorismusgefahr <br />
verringert? Natürlich nicht! Er hat sie <br />
vergrößert. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Darüber kann, v. a. auf mittlere bis längere Sicht <br />
sicher geteilter Meinung sein. Fragen Sie z. B. <br />
mal die Israelis, ob sie es begrüßen, dass es <br />
einen Diktator weniger gibt, der Unsummen für <br />
Terroranschläge auf sie zahlt oder nicht. Da dies <br />
aber das ziemlich einzige der unzähligen <br />
Horrorszenarien von vor dem Krieg ist, das <br />
zumindest noch theoretisch eintreffen könnte, will <br />
ich Ihnen Ihre Freude daran nicht nehmen. (Daß <br />
übrigens die politische Positionierung einer <br />
Regierung und ihr Verhalten gegenüber der Region <br />
für die Attentäter kein primäres Kriterium dafür <br />
ist, wen man angreift, sehen Sie wohl nirgendwo so <br />
´schön´ wie am Djerba-Attentat, das sich nun <br />
einmal gezielt gegen die ´friedlichen´ Deutschen <br />
gerichtet hat.) </p>
</blockquote><p>
 <br />
Wollen Sie mir ernsthaft unterstellen, ich würde <br />
mich über Terroranschläge freuen?  <br />
Bei allem Eifer für die Sache - bitte entscheiden <br />
Sie sich, ob Sie sachbezogen diskutieren oder <br />
lieber polemisieren wollen! <br />
 <br />
Und was Israel betrifft - ich glaube nicht, dass <br />
Israel davon profitiert, wenn der Hass auf die USA <br />
weiter anwächst. Meiner Befürchtung nach - und das <br />
ist selbstverständlich eine völlig unbelegte <br />
Hypothese - wird dieser Krieg die Bereitschaft <br />
junger Muslime, sich für Selbstmordattentate zur <br />
Verfügung zu stellen, eher steigern. <br />
 </p>
<blockquote><p>Fakt ist aber auch: Die Menschen in Deutschland <br />
waren vor Beginn des Krieges nicht wirklich akut <br />
gefährdet, während des Krieges nicht und sind es <br />
auch heute nicht. Allerdings wurden sehr wohl, <br />
insbesondere aus Regierungskreisen, massiv Ängste <br />
geschürt, die aber mit der Realität wenig zu tun <br />
hatten und haben. Nur die Gefahr, die man <br />
offensichtlich in Regierungskreisen selbst gesehen <br />
hat (Thema Pockenviren aus dem Irak --- warum <br />
sonst die Eile bei der Anschaffung des Impfstoffes <br />
und nun nach dem Sturz Saddams plötzlich die <br />
markante Rolle rückwärts?), die hat man <br />
systematisch runtergespielt, weil die zwar <br />
offenbar als existent betrachtet wurde, aber <br />
leider so gar nicht ins politische Konzept passte. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Sie widersprechen sich. Entweder gab es die <br />
Pockengefahr, dann waren die Menschen gefährdet, <br />
oder es gab sie nicht, dann konnte auch nichts <br />
heruntergespielt werden.  <br />
 <br />
GegenGerd@E. D., IV schrieb: </p>
<blockquote><blockquote><p>Ob Amerika eine Demokratie ist oder ob dort <br />
hochwertige Diskussionen stattfinden, hat mit dem <br />
eigentlichen Punkt - Pressepropaganda - null und <br />
gar nichts zu tun. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Es hat eine ganze Menge damit zu tun. Es wird <br />
nämlich oft unterstellt, Amerika sei auf dem Weg <br />
zur totalitären Diktatur (Sie tun das übrigens <br />
zumindest implizit auch, indem Sie nicht ´dass´, <br />
sondern ´ob´ schreiben). Während hierzulande sehr <br />
ähnliche Dinge gerade in den Mainstream-Medien <br />
passieren, die man aber nicht wahrnimmt oder nicht <br />
wahrnehmen will, und sich lieber der deutschen <br />
oder europäischen Überlegenheit brüstet. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Ausformuliert: &quot;Die Frage, ob....&quot;  <br />
Selbstverständlich halte ich die USA für eine <br />
Demokratie, für was den sonst, bitte? <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Wenn aber, und das ist ja die These dieses <br />
Artikels, die Presse in Amerika größtenteils <br />
einseitig berichtet, dann hat der <br />
Durchschnittsamerikaner nun mal weniger <br />
Möglichkeiten, sich eine qualifizierte Meinung zu <br />
bilden. DARUM geht es. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das trifft auf den ´Durchschnittsdeutschen´ auch <br />
zu. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Nun, es TRÄFE in gleichem Maße zu, wenn die <br />
deutschen Medien genauso propagandistisch wären. <br />
Was nicht bedeutet, um das noch mal zu <br />
wiederholen, dass sie vollkommen neutral wären. <br />
Schon, weil es vollkommene Neutralität gar nicht <br />
geben kann. <br />
  </p>
<blockquote><p>Hier <br />
gibt es vielleicht einmal einen polemischen <br />
medien- bzw. selbstkritischen Artikel in der taz <br />
und einen aus der anderen politischen Ecke in der <br />
FAZ oder der Welt in drei Monaten zu diesem Thema. <br />
Dazu dann eventuell noch einen von Broder. <br />
Für den <br />
Rest muß bestenfalls die <br />
Kommunikationswissenschaft hinhalten, <br />
schlechtestenfalls schweigt auch sie. Anders in <br />
Amerika, wo die gegenseitige Kontrolle der Medien <br />
untereinander, wie man an den hier immer wieder <br />
zitierten Beiträgen sieht, sehr wohl ständig statt <br />
findet. Hierzulande beweihräuchern sich die Medien <br />
gern über die ´ausgewogenste Berichterstattung, <br />
die es je gab´ und dreschen auf die amerikanischen <br />
Kollegen ein. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Sorry, aber dieser Punkt ist völlig irrelevant. <br />
Wer an solchen Diskussionen teilnimmt oder sie <br />
verfolgt, informiert sich nicht vorwiegend aus den <br />
Fox-Medien.  <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1237</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1237</guid>
<pubDate>Tue, 20 May 2003 07:52:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ GG 3</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Ihre subjektiven Einzelbeobachtungen sagen doch <br />
nichts über den Informationsstand der Bevölkerung <br />
eines ganzen Landes. Um die beurteilen zu können, <br />
braucht es empirische Untersuchungen, nicht <br />
Einzelgespräche am Stammtisch. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Ich weiß nicht, ob Sie´s wussten, aber empirische <br />
Untersuchungen bilden die Realität auch nicht <br />
immer richtig ab und sagen noch dazu oft sehr <br />
unterschiedliche Dinge aus. Ich frage mich, wie <br />
Sie von hier aus, beruhend auf ein paar <br />
polemischen Zeitungsartikeln und <br />
&amp;#8218;empirischen <br />
Studien´, die Sie allerdings auch lieber nicht <br />
anführen, glauben, beurteilen zu können, wie der <br />
&amp;#8218;Informationsstand´ der Amerikaner ist. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Danke für den Hinweis, aber selbstverständlich ist <br />
die einzige Möglichkeit, zu zuverlässigen und <br />
validen Aussagen über Merkmalsverteilungen in <br />
Populationen zu kommen, eine theoretisch und <br />
methodisch einwandfreie Erhebung. Und unter der <br />
Voraussetzung, dass die 45 % einer solchen <br />
entstammen, ist diese Zahl ein ganz brauchbarer <br />
Indikator für den Informationsstand der <br />
amerikanischen Bevölkerung. <br />
 </p>
<blockquote><p>Da halte <br />
ich die von Ihnen verschmähten &amp;#8218;subjektiven <br />
Einzelbeobachtungen´ im EIGENEN Land für weitaus <br />
ergiebiger. Und was man da alltäglich hört und <br />
erlebt, weckt jedenfalls in mir nicht gerade das <br />
Bedürfnis, mich über die Uninformiertheit und <br />
Urteilsunfähigkeit der Bürger anderer Staaten <br />
aufzukröpfen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Na ja, wer seine eigenen Beobachtungen, und in <br />
ihrem Fall handelt es sich ja eher um <br />
Interpretationen, zum Maßstab macht, behält <br />
natürlich immer recht. Wenn Sie also, ähnlich wie <br />
der gute Alex, ein Plädoyer für subjektive <br />
Verallgemeinerungen halten wollen, bitte schön. <br />
Dann frage ich jedoch auch Sie: Was haben Sie <br />
bitte gegen Antiamerikanismus? Wenn Sie <br />
Verallgemeinerungen befürworten, müssen Sie mir <br />
auch zugestehen, dass ich aus drei uninformierten <br />
Amerikanern auf die übrigen 270 Millionen <br />
hochrechne. (Was ich im Übrigen nicht tue, schon, <br />
weil ich vorwiegend informierte Amerikaner kenne <br />
<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> <br />
 <br />
Übrigens vermengen Sie die Themen. Es ging nicht <br />
um Urteilsunfähigkeit. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Und dass in den USA qualifizierte Diskussionen <br />
stattfinden, habe ich nie bestritten. Darum ging´s <br />
hier bloß nicht. Sie scheinen zu glauben, Kritik <br />
an den amerikanischen Medien sei dasselbe wie ein <br />
´Alle Amis sind dumm´-Standpunkt. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Entscheiden Sie sich: Entweder betreiben die <br />
amerikanischen Medien nun per se einseitige <br />
Propaganda und machen so objektive Information <br />
unmöglich oder nicht. Wenn es aber eine <br />
qualifizierte Diskussion gab (und es gab sie), <br />
dann fand sie nun einmal notwendigerweise (auch) <br />
in den Medien statt (und das tat sie). Daß es <br />
dabei AUCH einseitige Berichterstattung gab, darf <br />
niemanden verwundern und ist in einer <br />
Mediendemokratie doch nichts Außergewöhnliches. <br />
Oder was ist die Berichterstattung der BILD? Oder <br />
der taz? Oder der FR? Oder der Welt? </p>
</blockquote><p>
 <br />
Ach, kommen Sie. Dass es gute Zeitungen gibt, <br />
bedeutet nicht, dass ALLE Zeitungen gut sind. <br />
Dasss es schlechte Zeitungen gibt, bedeutet nicht, <br />
dass ALLE Zeitungen schlecht sind.  <br />
Nochmals: Dieser Artikel besagt, dass die Medien, <br />
aus denen sich die meisten Amerikaner informieren <br />
(und das ist noch nicht mal gleichbedeutend mit <br />
´die meisten Medien´), propagandistische Methoden <br />
verwenden. Und er nennt konkrete Beispiele. Warum <br />
gehen Sie nicht einfach auf die dort genannten <br />
Punkte ein? <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Was die Auseinandersetzung hierzulande betrifft, <br />
so ist es ja möglich, dass in Ihrer Wahrnehmung <br />
die Positionen ausschließlich in ´Die Amis sind <br />
ruchlose  Mörder.´ und ´Kriegsgegner sind <br />
Saddam-Freunde´ bestehen, aber damit beschreiben <br />
Sie eher Ihre eigene Projektion als das Niveau der <br />
Auseinandersetzung in den Medien - </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Ich sage ja nicht, dass die ganze Debatte auf <br />
diesem Niveau verlief. Aber es gab schon vieles, <br />
was SEHR platt war von Leuten, die sich dabei sehr <br />
gut vorkamen. Hochtrabender und anspruchsvoller <br />
als in den USA war die Diskussion hier jedenfalls <br />
keineswegs. Allein schon deshalb nicht, weil die <br />
Auseinandersetzungen hier m. E. mit weitaus <br />
härteren, moralischen wie polemischen Bandagen <br />
geführt wurde, als in den USA. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Nun frage ich mich, nachdem Sie mir eben erzählt <br />
haben, ich könne das Ganze von hier aus nicht <br />
beurteilen, wie SIE dann zu Ihren vergleichenden <br />
Urteilen kommen.  <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1236</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1236</guid>
<pubDate>Tue, 20 May 2003 07:44:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ GG 3</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Bitte zeigen Sie mir Beispiele! Sowohl für die <br />
riesengroße Empörung als auch für die schiefen <br />
Darstellungen in Bezug auf Schutzschilde. Dass an <br />
Stellen, wo Sie Empörung erwarten, keine gezeigt <br />
wird, ist jedenfalls KEINE Propaganda. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das lässt mich nun wirklich zweifeln, inwieweit <br />
Sie überhaupt die Berichterstattung verfolgt <br />
haben. Für ARD und ZDF gab es an dem Tag damals <br />
kaum ein anderes Ereignis, über das berichtet <br />
wurde. Im übrigen sage ich nicht, dass über die <br />
Schutzschilde verzerrt berichtet wurde. Man kann <br />
das so neutral senden. Dann muß man aber <br />
wenigstens auf der anderen Seite genauso neutral <br />
bleiben und da dann nicht mit Betroffenheitsmiene <br />
nahe legen, dass die Amerikaner schießwütige <br />
Rambos sind, die auf nichts anderes warten, als <br />
bei erster Gelegenheit ein ziviles Fahrzeug samt <br />
Insassen zu Klump zu schießen. <br />
Anderes Beispiel: Behandlung der Kriegsgefangenen. <br />
Die Iraker zeigen im gelenkten Staatsfernsehen <br />
entwürdigende Interviews mit Nahaufnahmen, die <br />
eindeutig die Genfer Konventionen verletzen (Die <br />
neutralen Rotkreuz-Mitarbeiter, die das <br />
bestätigen, sieht man allerdings nur auf CNN <br />
International, nicht in der ARD oder im ZDF!). <br />
Rumsfeld prangert dies an. Die deutschen Medien <br />
(insbesondere das ZDF) empören sich aber nicht <br />
etwa über diese Bilder, sondern sprechen vielmehr <br />
empört von verlogener Heuchelei, weil die <br />
Amerikaner es doch genauso machten. Fakt dagegen: <br />
Auf den Videos der irakischen Gefangenen, die <br />
übrigens von eingebetteten Journalisten gemacht <br />
wurden und auf einem freien Medienmarkt in Umlauf <br />
kamen (hätte man das nicht zugelassen, wäre wieder <br />
die Zensurpraxis der Amerikaner kritisiert <br />
worden), war niemand in Nahaufnahme zu sehen, <br />
niemand wurde interviewt und persönlich <br />
bloßgestellt. Zwei ganz unterschiedliche Dinge, <br />
wobei die Amerikaner die viel geringere <br />
Verwerflichkeit begangen haben, aber den <br />
Löwenanteil der Kritik und moralischen Verachtung <br />
abbekommen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Natürlich habe ich die Berichterstattung verfolgt. <br />
Aber wenn Sie Formulierungen verwenden wie <br />
&quot;Betroffenheitsmiene&quot;, &quot;schießwütige Rambos&quot;, &quot;zu <br />
Klump schießen&quot;,&quot;empört von verlogener Heuchelei <br />
sprechen&quot;, &quot;moralische Verachtung&quot;, dann <br />
beschreiben Sie hier doch nicht die <br />
Berichterstattung an sich, sondern Ihre <br />
Interpretation derselben.  <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Zweitens <br />
kann ich mich sehr gut auch an die vielen <br />
Vertreter einer pro-amerikanischen Meinung während <br />
der Irak-Diskussion erinnern. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Es gab ein paar, das stimmt. Aber doch sehr <br />
wenige. Und mit Kriegsbeginn waren die völlig von <br />
der Bildfläche verschwunden. Bis irgendwann, als <br />
der Krieg entschieden war, Enzensberger und <br />
Karasek zu Wort kommen durften, wurde diese <br />
Haltung, die übrigens immerhin von einer nur <br />
geringfügig kleineren Minderheit in Deutschland <br />
vertreten wurde, als jene der expliziten <br />
Kriegsgegner in den USA zu Kriegsbeginn, <br />
systematisch geschnitten. Pro-amerikanische <br />
Haltungen durften dann allenfalls nur noch <br />
Amerikaner selbst vertreten oder Exil-Iraker, <br />
deren Meinung aber komischerweise hierzulande <br />
überhaupt niemanden interessiert hat. Nicht einmal <br />
die Bundesregierung, die laut deren Aussagen nie <br />
mit Exilanten gesprochen hat. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Ich vermute, dass Sie sich einfach über die <br />
kriegskritischen Standpunkte mehr geärgert und <br />
deshalb eine stärkere Präsenz dieser Positionen <br />
wahrgenommen haben. Denn Sie vergessen zum <br />
Beispiel die Vertreter der CDU. Meiner Erinnerung <br />
nach waren in Talkshows etc. durchaus beide <br />
Standpunkte vertreten. Und natürlich wurde die <br />
pro-amerikanische Seite auch häufig von <br />
Amerikanern oder Exil-Irakern repräsentiert. Aber <br />
was ist dagegen zu sagen?  <br />
 <br />
 <br />
GegenGerd@E. D., II schrieb: <br />
 <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Drittens habe ich <br />
meinen Standpunkt über die amerikanischen Medien <br />
nicht erst gestern gebildet. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Und davon rücken Sie auch nicht mehr ab, sehen <br />
sich durch jeden noch so tendenziösen Artikel <br />
bestätigt und verschließen die Augen vor der <br />
Realität etwa der deutschen Medien. Glückwunsch! </p>
</blockquote><p>
 <br />
 <br />
Schauen Sie, was Sie als Realität wahrnehmen, ist <br />
nun mal ganz offensichtlich nicht identisch mit <br />
dem, was ich als Realität wahrnehme, sonst hätten <br />
wir keinen Dissens. Würden Sie mir da zustimmen? <br />
 <br />
Und könnten Sie mir außerdem darin beipflichten, <br />
dass demzufolge ein Artikel, der für mich eine <br />
relativ zutreffende Beschreibung der Realität sein <br />
kann, Ihnen womöglich tendenziös erscheinen mag, <br />
und vice versa? <br />
 <br />
Meinen Sie daher nicht, dass Einwürfe wie &quot;Sie <br />
verschließen Ihre Augen vor der Realität&quot; ziemlich <br />
überflüssig sind? <br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1235</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1235</guid>
<pubDate>Tue, 20 May 2003 07:42:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ GG 2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>GegenGerd@E.D., I schrieb: </p>
<blockquote><p>Diesmal extrem lange Antwort; ich bitte um <br />
Verzeihung... <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /> </p>
</blockquote><p>
 <br />
Uff, das artet ja in Arbeit aus <img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> <br />
Kein Problem, aber ich werde leider nicht ganz so <br />
ausführlich antworten können. <br />
 <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Selbstverständlich gibt es nirgendwo eine völlig <br />
neutrale Berichterstattung. Jeder Autor bringt <br />
seine eigene Perspektive mit ein. Dies trifft <br />
banalerweise auch für deutsche Journalisten zu. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Warum unterstellen Sie dann aber im einen Fall <br />
quasi-staatliche Lenkung und bejubeln das im <br />
anderen Fall als Pressefreiheit? Auch hier wieder: <br />
Den Amerikaner wird alles Schlechte unterstellt, <br />
und wir loben uns für dasselbe, was wir an ihnen <br />
kritisieren. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Erstens: Dieser Artikel stammt nicht von mir, <br />
sondern von einem Amerikaner. Zweitens: Weder habe <br />
ich quasi-staatliche Lenkung unterstellt, noch <br />
Pressefreiheit bejubelt.  <br />
Also nochmals zur Klarstellung: Dass in jede <br />
journalistische Arbeit subjektive Elemente mit <br />
einfliessen, dass es also völlige Neutralität <br />
nicht geben kann, ist eine Binsenweisheit. Daraus <br />
folgt nicht, dass deshalb alle Artikel dieser Welt <br />
in gleichem Maße subjektiv oder wertend seien. <br />
Journalistische Arbeiten können mehr oder weniger <br />
subjektiv, mehr oder weniger wertend, mehr oder <br />
weniger propagandistisch sein. <br />
 <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>bitte ich Sie, mir das zu <br />
beweisen. Zeigen Sie mir Artikel, die so geifernd <br />
und hetzerisch sind wie z.B. die von Ralph Peters, <br />
Joseph Farah oder Ann Coulter. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Lesen sie z. B. taz oder FR, (...) Ernst Otto <br />
Czempiel &gt; oder Grass. <br />
Oder Eugen  Drewermann, der übrigens bei <br />
&amp;#8218;Vorsicht, Friedman!´ <br />
Bush und Saddam gleichgesetzt hat (...)Vielleicht <br />
nicht ganz so <br />
martialisch in der Wortwahl wie die zitierten <br />
Amerikaner, dafür dann aber mit einer um so <br />
gesünderen Hand voll moralischer Überheblichkeit <br />
und Selbstherrlichkeit. (...) </p>
</blockquote><p>
 <br />
Sie tun ja gerade so, als sei die Wortwahl <br />
sekundär. Wenn die Staatschefs anderer Nationen in <br />
der amerikanischen Presse als &quot;Weasel&quot; oder &quot;Wimp&quot; <br />
bezeichnet werden, dann finden Sie das nicht <br />
propagandistisch? Oder wie stehen Sie zu der <br />
Behauptung, Chirac würde sich über jeden toten <br />
Amerikaner freuen? Und was halten Sie von der <br />
Beschreibung der Deutschen als &quot;Nation von <br />
moralisch Inkompetenten&quot;? <br />
 <br />
Die von mir aufgeführten Zitate sind alle in <br />
amerikanischen Zeitungen erschienen - nochmals: <br />
bitte beweisen Sie mir, dass Ähnliches in <br />
deutschen Presseerzeugnissen veröffentlicht wurde. <br />
 <br />
Schließlich ist der angebliche Antiamerikanismus <br />
der Deutschen ihr gebetsmühlenartig wiederholtes <br />
Hauptargument - trotz der Tatsache, dass Umfragen <br />
das Gegenteil ergeben. <br />
 </p>
<blockquote><p>Ein zentraler Unterschied zu den Medien der USA <br />
liegt übrigens ferner z. B. darin, dass in der <br />
Regel die Trennung von Nachricht und Kommentar in <br />
deutschen Medien weitaus weniger stringent <br />
verfolgt wird als dort (nehmen wir mal FOX aus). <br />
Dafür fallen dann zugegebenermaßen dort die <br />
Kommentare häufig deutlicher aus (...) </p>
</blockquote><p>
 <br />
Selbstverständlich gibt es in den USA <br />
hervorragende Zeitungen, das steht doch völlig <br />
außer Frage. <br />
Aber es gibt auch die Fox-Medien. Und wenn Sie zum <br />
Beispiel die Kriegsberichterstattung in der New <br />
York Post mitverfolgt haben, dann haben Sie sicher <br />
festgestellt, dass dort eben KEINE klare Trennung <br />
von Nachricht und Wertung stattfand. Nochmals: In <br />
diesem Artikel wird NICHT behauptet, es gäbe in <br />
den USA keine guten Zeitungen, sondern dass die <br />
Medien, aus denen sich die MEHRZAHL der Amerikaner <br />
informiert, propagandistisch seien. Das ist ein <br />
Unterschied. <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1234</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1234</guid>
<pubDate>Tue, 20 May 2003 07:40:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ GG 1</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan@Smadar und Evi Dentz schrieb: </p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Smadar, </p>
</blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>ich sehe, dass Evi Dentz nicht nur mir die Worte <br />
im Halse rumdreht oder Aussagen unterstellt, die <br />
nie gemacht wurden. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Und ich sehe, dass Sie unterstellen, ich würde <br />
unterstellen. <br />
Nämlich was, bitte? </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1212</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1212</guid>
<pubDate>Mon, 19 May 2003 10:42:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ Stephan</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Womit du also zugibst, daß die politische <br />
Propaganda in den USA sowohl mächtig denn auch <br />
allgegenwärtig ist. <br />
Du bestreitest bloß, dass es keiner bemerkt? Nun, <br />
um es mit deinen eigenen Worten zu sagen: <br />
Geschenkt! <img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> </p>
</blockquote></blockquote><p>
 <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>Unterstellt wird hier ja eine Beeinflussung, der <br />
man kaum entweichen kann und die Verdunklung nicht <br />
genehmer Tatsachen - wie soll das gehen, wenn es <br />
jedermann bemerkt und sich damit auseinandersetzt? </p>
</blockquote><p>
 <br />
Zwischen keiner und jedermann gibt es noch ein <br />
paar klitzekleine Zwischenstufen.  <br />
--------------------------------------------------<br />
------------------------------------- </p>
<blockquote><blockquote><p>Sie ist sicherlich nicht vernachlässigbar als <br />
Stimme des intellektuellen Amerikas, aber sehr <br />
wohl bezüglich ihres Einflusses auf die <br />
Meinungsbildung breiter Massen. </p>
</blockquote></blockquote><p>
 <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>Bloß weil dir der Leserkreis nicht paßt willst du <br />
einer der renommiertesten Zeitungen der Welt <br />
absprechen meinungsbildend zu sein? </p>
</blockquote><p>
 <br />
Hä? Habe ich irgendetwas gegen die NYT gesagt? <br />
Oder angedeutete, mir würde der Leserkreis nicht <br />
passen? <br />
 <br />
Selbstverständlich beziehe ich mich auf die <br />
AUFLAGENHÖHE. <br />
--------------------------------------------------<br />
---------------------------------------------- </p>
<blockquote><blockquote><p>Zwischendurch sollen es sogar 70 % gewesen sein. </p>
</blockquote></blockquote><p>
 <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>Ja, hier läßt du die Verstärkung anrücken, allein <br />
zu spät! Von dieser Zahl ist im Ursprungsartikel <br />
nicht die Rede. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Und? Ich bestehe nicht auf den 70%. Wir können <br />
getrost bei den 45 % bleiben.  <br />
--------------------------------------------------<br />
--------------------------------------- </p>
<blockquote><blockquote><p>Was um alles in der Welt gibt es an 45 % zu <br />
verharmlosen? Hier handelt es sich nicht nur um <br />
einen elementaren Irrtum (in dem diese Leute <br />
bewusst belassen werden), sondern darüber hinaus <br />
auch noch um einen vorgeblichen Kriegsgrund. </p>
</blockquote></blockquote><p>
 <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>Im Irrtum belassen? Was um alles in der Welt <br />
berechtigt dich zu der Schlußfolgerung, bei dieser <br />
Minderheit von 45%, die dem Krieg zustimmten <br />
handele es nicht um informierte (womöglich New <br />
York Times lesende) Menschen, die aus den <br />
Informationen andere Konsequenzen zogen als du? </p>
</blockquote><p>
 <br />
Wovon redest du überhaupt? <br />
 <br />
Es geht nicht um 45 %, die dem Krieg zustimmen, <br />
sondern um 45 %, die glauben, Saddam sei in die <br />
Anschläge vom 11. September verwickelt. Wie <br />
informiert können die wohl sein? <br />
 <br />
Und wie sollen bei einer Million verkauften <br />
Exemplaren pro Tag 45 % aller Amerikaner die New <br />
York Times lesen? <br />
--------------------------------------------------<br />
---------------------------------------- <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>Du baust doch nur eine Argumentationskulisse auf, <br />
denn der von dir gepostete Artikel gibt schon alle <br />
wichtigen Fakten: </p>
</blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>1. Es gab eine differenzierte Auseinandersetzung <br />
mit der Kriegsrhetorik in allgemein zugänglichen <br />
Massenmedien. Mag sein, nicht jeder liest NYT, <br />
aber jeder kann und darf sie lesen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Und weil theoretisch jeder die NYT lesen kann, <br />
haben die Fox-Medien keinen Einfluss, oder wie <br />
jetzt? <br />
--------------------------------------------------<br />
------------------------------------ <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>2. Die Bush-Rhetorik vermochte nur eine Minderheit <br />
der Befragten zu überzeugen; </p>
</blockquote><p>
 <br />
DAS steht definitiv nicht in diesem Artikel. <br />
--------------------------------------------------<br />
-------------------------------------- <br />
Smadar schrieb: </p>
<blockquote><p>womöglich blieben <br />
auch viele der Menschen kritisch, die keine NYT <br />
lesen und nur fernsehen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Selbstverständlich.  </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1211</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1211</guid>
<pubDate>Mon, 19 May 2003 10:39:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Evi Dentz @ Smadar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>NOCH einmal: WAS ist an diesen Äusserungen <br />
fragwürdig? </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1205</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1205</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 23:26:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ann Coulter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>WND schrieb: </p>
<blockquote><p>BIOLOGICAL WAR-FEAR <br />
Nerve-gas chemicals <br />
´bound for N. Korea´ <br />
Germany snags tranpsort of 30 tons used in <br />
manufacture of deadly agent </p>
</blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>© 2003 WorldNetDaily.com </p>
</blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>At the request of the U.S., Germany has <br />
intercepted a shipment of chemicals which can be <br />
used to make chemical weapons, reports the German <br />
weekly Der Spiegel. </p>
</blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>Some 30 tons of sodium cyanide were officially <br />
being shipped by a German company to a Singapore <br />
warehouse, but Washington believes the material <br />
was headed for North Korea. </p>
</blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>Sodium cyanide, commonly used in the treatment of <br />
metals, is also a key ingredient in the <br />
manufacture of the deadly nerve gas Tabun <br />
(dimethylphosphoramido-cyanidate). </p>
</blockquote><p>
 <br />
 <br />
....und vor einer guten Woche berichtete das Wall <br />
Street Journal im Detail ueber eine deutsche <br />
Technologie-Lieferung fuer den Bau von <br />
Atomtechnologie im Iran. Seltsamerweise (?) habe <br />
ich in den deutschen Zeitungen nichts darueber <br />
gelesen... <br />
 <br />
   <br />
 <br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1204</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1204</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 23:11:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Deutsche Waffenlieferungen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>BIOLOGICAL WAR-FEAR <br />
Nerve-gas chemicals  <br />
´bound for N. Korea´ <br />
Germany snags tranpsort of 30 tons used in <br />
manufacture of deadly agent <br />
 <br />
--------------------------------------------------<br />
------------------------------ <br />
Posted: May 18, 2003 <br />
5:54 p.m. Eastern <br />
 <br />
 <br />
 <br />
© 2003 WorldNetDaily.com  <br />
 <br />
At the request of the U.S., Germany has <br />
intercepted a shipment of chemicals which can be <br />
used to make chemical weapons, reports the German <br />
weekly Der Spiegel.  <br />
 <br />
Some 30 tons of sodium cyanide were officially <br />
being shipped by a German company to a Singapore <br />
warehouse, but Washington believes the material <br />
was headed for North Korea.  <br />
 <br />
Sodium cyanide, commonly used in the treatment of <br />
metals, is also a key ingredient in the <br />
manufacture of the deadly nerve gas Tabun <br />
(dimethylphosphoramido-cyanidate).  <br />
 <br />
In its issue which hits newsstands tomorrow, Der <br />
Spiegel says Germany´s intelligence service issued <br />
a warning last week about attempts by North Korea <br />
to get a hold of banned material under cover of <br />
businesses based in China and Singapore, according <br />
to an Agence France-Presse summary.  <br />
 <br />
European news agencies say Berlin last month <br />
intercepted a shipment of German-made aluminum <br />
tubes likely destined for use in North Korea´s <br />
nuclear program.  <br />
 <br />
 <br />
 <br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1203</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1203</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 22:37:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>WND</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Norbert Wehmeier schrieb: </p>
<blockquote><p>Sie machen sich zu viel Mühe mit der Dame. Sie <br />
leidet an chronischem Größenwahn, weil sie im <br />
Ortsverein Köln-Worringen-West als Intellektuelle <br />
gilt, seit sie in ihrer Grundschulklasse mit <br />
Flash-Cards arbeitet. </p>
</blockquote><p>
 <br />
 <br />
Sehr geehrter Herr Wehmeier, <br />
 <br />
danke fuer die Background Information. Ich sehe, <br />
in Deutschland wird doch noch knallhart <br />
recherchiert. Das haette ich von New York aus kaum <br />
rausgefunden. <br />
 <br />
Das wuerde die Thesen von ED auch vollauf <br />
bestaetigen. Die US Medien haben in ihrer <br />
Kleinkariertheit die Bedeutung von <br />
Koeln-Worringen-West mal wieder glatt <br />
uebergangen...  <br />
 <br />
Herzliche Gruesse aus New York, <br />
 <br />
Stephan   </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1202</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1202</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 21:05:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Stephan@Norbert Wehmeier</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sie machen sich zu viel Mühe mit der Dame. Sie <br />
leidet an chronischem Größenwahn, weil sie im <br />
Ortsverein Köln-Worringen-West als Intellektuelle <br />
gilt, seit sie in ihrer Grundschulklasse mit <br />
Flash-Cards arbeitet. </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1201</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1201</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 19:56:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Norbert Wehmeier</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Smadar, <br />
 <br />
ich sehe, dass Evi Dentz nicht nur mir die Worte <br />
im Halse rumdreht oder Aussagen unterstellt, die <br />
nie gemacht wurden. <br />
 <br />
Hier einige Bemerkungen eines in New York lebenden <br />
Europaeers zum Thema Medien. <br />
 <br />
Lassen Sie mich mal mit einer provozierenden <br />
Behauptung beginnen. Ich glaube, dass ich ueber <br />
Weltpolitik, Kultur, Literatur nie so gut <br />
informiert war wie hier in New York. Als ich in <br />
Europa lebte, war ich umgeben von Menschen, deren <br />
Meinungen sich aus den fast identischen Quellen <br />
speisten: Am Montag der &quot;Spiegel&quot;, die FAZ, <br />
Sueddeutsche, TAZ, NZZ etc. jeweils zum <br />
Fruehstuck, dann &quot;Report&quot;, &quot;Monitor&quot; und <br />
&quot;Panorama&quot;  zum Abendessen, und am Wochenende die <br />
&quot;Zeit&quot;. Und das sind die gebildeteren Leute im <br />
deutschsprachigen Raum. <br />
Aufgrund meiner Erfahrungen nehmen selbst die <br />
gebildeten Menschen in Deutschland kaum eine New <br />
York Times, Financial Times, Le Monde, Figaro, <br />
Corriere oder Wall Street Journal in die Hand, <br />
bzw. sind haeufig auch kaum erhaeltlich. <br />
 <br />
Hier in New York laeuft fuer mich der Meinungs-und <br />
Informationsprozess voellig anders. Durch meine <br />
engsten Mitarbeiter (ein Brasilianer, Chinese, <br />
Inder, Pakistani, Israeli, Agypter, Iraner, <br />
Bulgare, Russe, Schotte, Englaender und ja...ich <br />
habe sogar amerikanische Mitarbeiter) habe ich <br />
taeglich die neuesten Informationen aus ihren <br />
jeweilgen Herkunftslaendern, bin informiert ueber <br />
die Positionen, die dort vertreten und die <br />
Recherchen, die  betrieben werden. Ich informiere <br />
mich ueber das Internet and die internationalen <br />
Zeitungen, die relativ einfach erhaeltlich sind, <br />
ueber die Diskussionen im europaeischen <br />
Raum....und partizipiere gelegentlich im <br />
Broder-Forum. Das amerikanische Fernsehen kann man <br />
 <br />
bei Bedarf umgehen, in dem man zum Beispiel auf <br />
BBC umschaltet. <br />
 <br />
Man wird mir nun entgegenhalten, dass diese Form <br />
der Informationsakquisition und <br />
Informationsverarbeitung <br />
nicht sehr represenativ fuer die USA sei. Nein, <br />
sie ist fuer einen sehr grossen Teil der Menschen <br />
and der Ostkueste und Teile der Westkueste sehr <br />
repraesentativ.  <br />
 <br />
In Kurze, ich denke, das die Diskussion ueber <br />
US-Medien in diesem Thread das Problem nicht <br />
angemessen angehen. <br />
 <br />
Beste Gruesse aus New York, <br />
 <br />
Stephan <br />
 <br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1200</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1200</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:49:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Stephan@Smadar und Evi Dentz</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>GegenGerd@E.D., I schrieb: </p>
<blockquote><p>Ein zentraler Unterschied zu den Medien der USA <br />
liegt übrigens ferner z. B. darin, dass in der <br />
Regel die Trennung von Nachricht und Kommentar in <br />
deutschen Medien weitaus weniger stringent <br />
verfolgt wird als dort (nehmen wir mal FOX aus). <br />
Dafür fallen dann zugegebenermaßen dort die <br />
Kommentare häufig deutlicher - in die eine oder <br />
andere Richtung! -  aus. Aber das ist auch m. E. <br />
weitaus unproblematischer, da es als solches <br />
gekennzeichnet wird, als die Art und Weise wie <br />
hierzulande oft allein durch die Wortwahl, <br />
Betonung o. ä. massiv Wertungen eingebaut werden, <br />
die als Fakten rüberkommen. Dazu gibt es übrigens </p>
</blockquote><p>
 <br />
 </p>
<blockquote><p>wunderbare ***kommunikationswissenschaftliche <br />
Studien***, die das bestätigen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Wo? Das interessiert mich! <br />
 <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1199</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1199</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:20:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Smadar@GegenGerd</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ob Amerika eine Demokratie ist oder ob dort <br />
hochwertige Diskussionen stattfinden, hat mit dem <br />
eigentlichen Punkt - Pressepropaganda - null und <br />
gar nichts zu tun. </p>
</blockquote><p>
Es hat eine ganze Menge damit zu tun. Es wird <br />
nämlich oft unterstellt, Amerika sei auf dem Weg <br />
zur totalitären Diktatur (Sie tun das übrigens <br />
zumindest implizit auch, indem Sie nicht ‚dass´, <br />
sondern ‚ob´ schreiben). Während hierzulande sehr <br />
ähnliche Dinge gerade in den Mainstream-Medien <br />
passieren, die man aber nicht wahrnimmt oder nicht <br />
wahrnehmen will, und sich lieber der deutschen <br />
oder europäischen Überlegenheit brüstet.  <br />
 </p>
<blockquote><p>Wenn aber, und das ist ja die These dieses <br />
Artikels, die Presse in Amerika größtenteils <br />
einseitig berichtet, dann hat der <br />
Durchschnittsamerikaner nun mal weniger <br />
Möglichkeiten, sich eine qualifizierte Meinung zu <br />
bilden. DARUM geht es. </p>
</blockquote><p>
Das trifft auf den ‚Durchschnittsdeutschen´ auch <br />
zu. Nur leider sind unsere Medien nicht so sehr <br />
geübt darin, sich selbst aufs Korn zu nehmen, wie <br />
es die Presse im ach so propaganda-dominierten <br />
Amerika traditionell ist. Oder wollen Sie mir <br />
weismachen, dass solche Artikel wie der von Ihnen <br />
zitierte bei uns an der Tagesordnung sind? Hier <br />
gibt es vielleicht einmal einen polemischen <br />
medien- bzw. selbstkritischen Artikel in der taz <br />
und einen aus der anderen politischen Ecke in der <br />
FAZ oder der Welt in drei Monaten zu diesem Thema. <br />
Dazu dann eventuell noch einen von Broder. Für den <br />
Rest muß bestenfalls die <br />
Kommunikationswissenschaft hinhalten, <br />
schlechtestenfalls schweigt auch sie. Anders in <br />
Amerika, wo die gegenseitige Kontrolle der Medien <br />
untereinander, wie man an den hier immer wieder <br />
zitierten Beiträgen sieht, sehr wohl ständig statt <br />
findet. Hierzulande beweihräuchern sich die Medien <br />
gern über die ‚ausgewogenste Berichterstattung, <br />
die es je gab´ und dreschen auf die amerikanischen <br />
Kollegen ein. Tun Sie mir mal den Gefallen, und <br />
beobachten Sie mal die Reflexion der Rolle der <br />
Medien in den deutschen Medien und in den <br />
amerikanischen. Wenn Sie sich die Mühe machen, da <br />
objektiv und ohne vorgefasste Meinung <br />
heranzugehen, werden Sie vermutlich sehr erstaunt <br />
sein, was Sie da wo (nicht) entdecken werden.  <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1198</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1198</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:15:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>GegenGerd@E. D., IV</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Übrigens glaubten bei uns auch stets mindestens <br />
ca. 35 %, daß die USA schlimmer seien als der <br />
Irak. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Das liegt vermutlich daran, dass es manchen Leuten <br />
schwer fällt zu glauben, die USA seien zum Schutze <br />
der Menschenrechte in Bagdad einmarschiert. </p>
</blockquote><p>
Selbst wenn es nur eigennützige Gründe gewesen <br />
wären! Setzen wir Putin mit Saddam gleich, weil er <br />
eigennützig die Tschetschenen abschlachten lässt <br />
und das als Kampf gegen den Terror verkauft? <br />
Meines Erachtens sind solche Einschätzungen <br />
schlicht empörend, und Fakt ist, dass diverse <br />
Regierungsmitglieder und Medienvertreter zu dieser <br />
Zuspitzung massiv beigetragen haben (Adolf Nazi, <br />
Nero, Abenteurertum, Blut für Öl etc.: alles aus <br />
Regierungskreisen).  <br />
 </p>
<blockquote><p>Gemessen am Verhalten von Fleischer, Rumsfeld, <br />
Rice, Bush etc.? </p>
</blockquote><p>
Die Verbalinjurien begannen auf der deutschen <br />
Seite mit dem Vorwurf des Abenteurertums und der <br />
Instrumentalisierung im Wahlkampf. Fleischer, Rice <br />
und Bush haben sich niemals annähernd offen so <br />
antideutsch geäußert wie Teile der deutschen <br />
Regierung antiamerikanisch. Dies trifft einzig auf <br />
Rumsfeld zu. <br />
 </p>
<blockquote><p>Dass in den Nachkriegstagen das Ölministerium das <br />
einzige Gebäude war, das bewacht wurde, ist eben <br />
eine Tatsache, die interpretiert wird... </p>
</blockquote><p>
Das kann wohl die ‚Blut für Öl´-Unterstellungen <br />
von vor dem Krieg kaum erklären. Sie gehen <br />
übrigens interessanterweise auch nicht darauf ein, <br />
dass und warum die vorhandenen, durchaus <br />
überzeugenden Argumente gegen diese These in den <br />
Medien (vielleicht außer der Welt und der Zeit) <br />
kaum eine Rolle gespielt haben und dass und warum <br />
man nicht erwähnt hat, dass man dies alles schon <br />
mehrfach unterstellt und damit nachweislich falsch <br />
gelegen hat. <br />
Und ferner: Wenn Sie den Wiederaufbau des Iraks <br />
mit Hilfe des irakischen Öls vorantreiben wollen: <br />
Was würde für Sie wohl hohe Priorität bei der <br />
Beschützung genießen? <br />
 </p>
<blockquote><p>Aber selbstverständlich wird in der Presse kein <br />
einseitiger ´Blut für Öl´ Standpunkt vertreten. <br />
Und Herr Grass ist Schriftsteller, kein <br />
Spiegel-Autor. </p>
</blockquote><p>
Ich habe nie nur vom Spiegel gesprochen. Sie <br />
zitieren auch nicht nur Journalisten, sondern <br />
ebenso bedeutende Personen des öffentlichen <br />
Lebens. Eine solche ist Herr Grass ohne Zweifel. <br />
Und wie er sich geäußert hat, war eines <br />
Nobelpreisträgers mehr als unwürdig. <br />
 </p>
<blockquote><p>Erstaunlich finde ich, dass Sie von deutschen <br />
Politikern erwarten, die Bevölkerung über die <br />
wahren Motive der Bushies aufzuklären. </p>
</blockquote><p>
Das erwarte ich keineswegs. Ich erwarte aber <br />
zumindest gegenüber einem Staat, den man noch <br />
immer als Freund bezeichnet, dass man sich nicht <br />
noch vorhandene Verschwörungstheorien und <br />
Ressentiments zunutze zu machen bemüht, (von denen <br />
man selbst wissen sollte, dass sie nicht der <br />
Realität entsprechen und wie sensibel man auf der <br />
anderen Seite - zurecht - auf so etwas reagiert) <br />
um sich auf dem Rücken einer möglichen gemeinsamen <br />
Problemlösung und zulasten einer wichtigen <br />
Partnerschaft innenpolitisch zu profilieren.  <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Also auch hier: Wer mit dem Zeigefinger auf andere <br />
zeigt, auf den zeigen drei Finger zurück. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Wieviele Finger zeigen denn dann auf Sie selbst? </p>
</blockquote><p>
Heißa! Welch kreative Frage! <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /> <br />
 </p>
<blockquote><p>Wie bitte? Selbstverständlich darf sie darauf <br />
verweisen, worum es sich beim Irak handelte - bloß <br />
hat das überhaupt keiner bestritten. </p>
</blockquote><p>
Das ist immer eine bequeme Argumentation. Leider <br />
ging es aber in diesem Konflikt um dieses Land, <br />
weshalb man die Zustände dort nicht immer mit <br />
einem Halbsatz beiseite schieben kann, um dann <br />
wieder auf Amerika einzuprügeln. Genauso, wie es <br />
nicht reicht, zu sagen ‚Saddam ist ein <br />
schrecklicher Diktator´, aber die von ihm <br />
verursachten Gräuel beiseite zu schieben oder die <br />
Primärschuld von dem, der die Mordbefehle gegeben <br />
hat, auf jene abzuwälzen, die leider den Fehler <br />
gemacht haben, nicht einzugreifen.  <br />
 </p>
<blockquote><p>Aber der <br />
Maßstab für die Qualität der amerikanischen Presse <br />
kann ja wohl kaum der Irak sein, oder? </p>
</blockquote><p>
Die einzige Person, die hier implizit einen <br />
Vergleich dieser Art aufgemacht hat, sind Sie. Ich <br />
sehe da nicht einmal die Möglichkeit eines <br />
Vergleichsmaßstabs. Ich sehe ihn allerdings <br />
zwischen deutschen und amerikanischen Medien. Und <br />
da schneiden die deutschen Medien jedenfalls in <br />
meinen Augen im Vergleich keineswegs so viel <br />
besser ab. <br />
 </p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:15:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>GegenGerd@E. D., III</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p> <br />
 </p>
<blockquote><p>Drittens habe ich <br />
meinen Standpunkt über die amerikanischen Medien <br />
nicht erst gestern gebildet. </p>
</blockquote><p>
Und davon rücken Sie auch nicht mehr ab, sehen <br />
sich durch jeden noch so tendenziösen Artikel <br />
bestätigt und verschließen die Augen vor der <br />
Realität etwa der deutschen Medien. Glückwunsch! <br />
  </p>
<blockquote><p>Ihre subjektiven Einzelbeobachtungen sagen doch <br />
nichts über den Informationsstand der Bevölkerung <br />
eines ganzen Landes. Um die beurteilen zu können, <br />
braucht es empirische Untersuchungen, nicht <br />
Einzelgespräche am Stammtisch. </p>
</blockquote><p>
Ich weiß nicht, ob Sie´s wussten, aber empirische <br />
Untersuchungen bilden die Realität auch nicht <br />
immer richtig ab und sagen noch dazu oft sehr <br />
unterschiedliche Dinge aus. Ich frage mich, wie <br />
Sie von hier aus, beruhend auf ein paar <br />
polemischen Zeitungsartikeln und ‚empirischen <br />
Studien´, die Sie allerdings auch lieber nicht <br />
anführen, glauben, beurteilen zu können, wie der <br />
‚Informationsstand´ der Amerikaner ist. Da halte <br />
ich die von Ihnen verschmähten ‚subjektiven <br />
Einzelbeobachtungen´ im EIGENEN Land für weitaus <br />
ergiebiger. Und was man da alltäglich hört und <br />
erlebt, weckt jedenfalls in mir nicht gerade das <br />
Bedürfnis, mich über die Uninformiertheit und <br />
Urteilsunfähigkeit der Bürger anderer Staaten <br />
aufzukröpfen. <br />
 </p>
<blockquote><p>Und dass in den USA qualifizierte Diskussionen <br />
stattfinden, habe ich nie bestritten. Darum ging´s <br />
hier bloß nicht. Sie scheinen zu glauben, Kritik <br />
an den amerikanischen Medien sei dasselbe wie ein <br />
´Alle Amis sind dumm´-Standpunkt. </p>
</blockquote><p>
Entscheiden Sie sich: Entweder betreiben die <br />
amerikanischen Medien nun per se einseitige <br />
Propaganda und machen so objektive Information <br />
unmöglich oder nicht. Wenn es aber eine <br />
qualifizierte Diskussion gab (und es gab sie), <br />
dann fand sie nun einmal notwendigerweise (auch) <br />
in den Medien statt (und das tat sie). Daß es <br />
dabei AUCH einseitige Berichterstattung gab, darf <br />
niemanden verwundern und ist in einer <br />
Mediendemokratie doch nichts Außergewöhnliches. <br />
Oder was ist die Berichterstattung der BILD? Oder <br />
der taz? Oder der FR? Oder der Welt? <br />
 </p>
<blockquote><p>Was die Auseinandersetzung hierzulande betrifft, <br />
so ist es ja möglich, dass in Ihrer Wahrnehmung <br />
die Positionen ausschließlich in ´Die Amis sind <br />
ruchlose  Mörder.´ und ´Kriegsgegner sind <br />
Saddam-Freunde´ bestehen, aber damit beschreiben <br />
Sie eher Ihre eigene Projektion als das Niveau der <br />
Auseinandersetzung in den Medien - </p>
</blockquote><p>
Ich sage ja nicht, dass die ganze Debatte auf <br />
diesem Niveau verlief. Aber es gab schon vieles, <br />
was SEHR platt war von Leuten, die sich dabei sehr <br />
gut vorkamen. Hochtrabender und anspruchsvoller <br />
als in den USA war die Diskussion hier jedenfalls <br />
keineswegs. Allein schon deshalb nicht, weil die <br />
Auseinandersetzungen hier m. E. mit weitaus <br />
härteren, moralischen wie polemischen Bandagen <br />
geführt wurde, als in den USA. <br />
 </p>
<blockquote><p>Was soll daran irrational sein? Glauben Sie etwa, <br />
der Irak-Krieg hätte die Terrorismusgefahr <br />
verringert? Natürlich nicht! Er hat sie <br />
vergrößert. </p>
</blockquote><p>
Darüber kann, v. a. auf mittlere bis längere Sicht <br />
sicher geteilter Meinung sein. Fragen Sie z. B. <br />
mal die Israelis, ob sie es begrüßen, dass es <br />
einen Diktator weniger gibt, der Unsummen für <br />
Terroranschläge auf sie zahlt oder nicht. Da dies <br />
aber das ziemlich einzige der unzähligen <br />
Horrorszenarien von vor dem Krieg ist, das <br />
zumindest noch theoretisch eintreffen könnte, will <br />
ich Ihnen Ihre Freude daran nicht nehmen. (Daß <br />
übrigens die politische Positionierung einer <br />
Regierung und ihr Verhalten gegenüber der Region <br />
für die Attentäter kein primäres Kriterium dafür <br />
ist, wen man angreift, sehen Sie wohl nirgendwo so <br />
‚schön´ wie am Djerba-Attentat, das sich nun <br />
einmal gezielt gegen die ‚friedlichen´ Deutschen <br />
gerichtet hat.) <br />
Fakt ist aber auch: Die Menschen in Deutschland <br />
waren vor Beginn des Krieges nicht wirklich akut <br />
gefährdet, während des Krieges nicht und sind es <br />
auch heute nicht. Allerdings wurden sehr wohl, <br />
insbesondere aus Regierungskreisen, massiv Ängste <br />
geschürt, die aber mit der Realität wenig zu tun <br />
hatten und haben. Nur die Gefahr, die man <br />
offensichtlich in Regierungskreisen selbst gesehen <br />
hat (Thema Pockenviren aus dem Irak --- warum <br />
sonst die Eile bei der Anschaffung des Impfstoffes <br />
und nun nach dem Sturz Saddams plötzlich die <br />
markante Rolle rückwärts?), die hat man <br />
systematisch runtergespielt, weil die zwar <br />
offenbar als existent betrachtet wurde, aber <br />
leider so gar nicht ins politische Konzept passte. <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1196</link>
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<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:14:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>GegenGerd@E. D., II</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal extrem lange Antwort; ich bitte um <br />
Verzeihung... <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /> <br />
 </p>
<blockquote><p>Selbstverständlich gibt es nirgendwo eine völlig <br />
neutrale Berichterstattung. Jeder Autor bringt <br />
seine eigene Perspektive mit ein. Dies trifft <br />
banalerweise auch für deutsche Journalisten zu. </p>
</blockquote><p>
Warum unterstellen Sie dann aber im einen Fall <br />
quasi-staatliche Lenkung und bejubeln das im <br />
anderen Fall als Pressefreiheit? Auch hier wieder: <br />
Den Amerikaner wird alles Schlechte unterstellt, <br />
und wir loben uns für dasselbe, was wir an ihnen <br />
kritisieren. <br />
 </p>
<blockquote><p>bitte ich Sie, mir das zu <br />
beweisen. Zeigen Sie mir Artikel, die so geifernd <br />
und hetzerisch sind wie z.B. die von Ralph Peters, <br />
Joseph Farah oder Ann Coulter. </p>
</blockquote><p>
Lesen sie z. B. taz oder FR, dann werden Sie so <br />
etwas durchaus in schöner Regelmäßigkeit finden. <br />
Oder, was unsere ‚Intellektuellen´ betrifft, z. B. <br />
Ernst Otto Czempiel oder Grass. Oder Eugen <br />
Drewermann, der übrigens bei ‚Vorsicht, Friedman!´ <br />
Bush und Saddam gleichgesetzt hat, und dies dann <br />
auf Nachfrage damit begründete, dass Bush von <br />
seinem Vermögen Zinsen erhalte, was unmoralisch <br />
sei (wortwörtlich so)!!!  Vielleicht nicht ganz so <br />
martialisch in der Wortwahl wie die zitierten <br />
Amerikaner, dafür dann aber mit einer um so <br />
gesünderen Hand voll moralischer Überheblichkeit <br />
und Selbstherrlichkeit. Aber das ist ja irgendwo <br />
auch Meinungsvielfalt: Da kommen auch Leute zu <br />
Wort, die relativ extreme Positionen vertreten. In <br />
Deutschland ist das eine Tugend. In Amerika <br />
staatliche Medienlenkung und Todsünde. <br />
Ein zentraler Unterschied zu den Medien der USA <br />
liegt übrigens ferner z. B. darin, dass in der <br />
Regel die Trennung von Nachricht und Kommentar in <br />
deutschen Medien weitaus weniger stringent <br />
verfolgt wird als dort (nehmen wir mal FOX aus). <br />
Dafür fallen dann zugegebenermaßen dort die <br />
Kommentare häufig deutlicher - in die eine oder <br />
andere Richtung! -  aus. Aber das ist auch m. E. <br />
weitaus unproblematischer, da es als solches <br />
gekennzeichnet wird, als die Art und Weise wie <br />
hierzulande oft allein durch die Wortwahl, <br />
Betonung o. ä. massiv Wertungen eingebaut werden, <br />
die als Fakten rüberkommen. Dazu gibt es übrigens <br />
wunderbare kommunikationswissenschaftliche <br />
Studien, die das bestätigen.  <br />
  </p>
<blockquote><p>Bitte zeigen Sie mir Beispiele! Sowohl für die <br />
riesengroße Empörung als auch für die schiefen <br />
Darstellungen in Bezug auf Schutzschilde. Dass an <br />
Stellen, wo Sie Empörung erwarten, keine gezeigt <br />
wird, ist jedenfalls KEINE Propaganda. </p>
</blockquote><p>
Das lässt mich nun wirklich zweifeln, inwieweit <br />
Sie überhaupt die Berichterstattung verfolgt <br />
haben. Für ARD und ZDF gab es an dem Tag damals <br />
kaum ein anderes Ereignis, über das berichtet <br />
wurde. Im übrigen sage ich nicht, dass über die <br />
Schutzschilde verzerrt berichtet wurde. Man kann <br />
das so neutral senden. Dann muß man aber <br />
wenigstens auf der anderen Seite genauso neutral <br />
bleiben und da dann nicht mit Betroffenheitsmiene <br />
nahe legen, dass die Amerikaner schießwütige <br />
Rambos sind, die auf nichts anderes warten, als <br />
bei erster Gelegenheit ein ziviles Fahrzeug samt <br />
Insassen zu Klump zu schießen.  <br />
Anderes Beispiel: Behandlung der Kriegsgefangenen. <br />
Die Iraker zeigen im gelenkten Staatsfernsehen <br />
entwürdigende Interviews mit Nahaufnahmen, die <br />
eindeutig die Genfer Konventionen verletzen (Die <br />
neutralen Rotkreuz-Mitarbeiter, die das <br />
bestätigen, sieht man allerdings nur auf CNN <br />
International, nicht in der ARD oder im ZDF!). <br />
Rumsfeld prangert dies an. Die deutschen Medien <br />
(insbesondere das ZDF) empören sich aber nicht <br />
etwa über diese Bilder, sondern sprechen vielmehr <br />
empört von verlogener Heuchelei, weil die <br />
Amerikaner es doch genauso machten. Fakt dagegen: <br />
Auf den Videos der irakischen Gefangenen, die <br />
übrigens von eingebetteten Journalisten gemacht <br />
wurden und auf einem freien Medienmarkt in Umlauf <br />
kamen (hätte man das nicht zugelassen, wäre wieder <br />
die Zensurpraxis der Amerikaner kritisiert <br />
worden), war niemand in Nahaufnahme zu sehen, <br />
niemand wurde interviewt und persönlich <br />
bloßgestellt. Zwei ganz unterschiedliche Dinge, <br />
wobei die Amerikaner die viel geringere <br />
Verwerflichkeit begangen haben, aber den <br />
Löwenanteil der Kritik und moralischen Verachtung <br />
abbekommen. <br />
 </p>
<blockquote><p>Zweitens <br />
kann ich mich sehr gut auch an die vielen <br />
Vertreter einer pro-amerikanischen Meinung während <br />
der Irak-Diskussion erinnern. </p>
</blockquote><p>
Es gab ein paar, das stimmt. Aber doch sehr <br />
wenige. Und mit Kriegsbeginn waren die völlig von <br />
der Bildfläche verschwunden. Bis irgendwann, als <br />
der Krieg entschieden war, Enzensberger und <br />
Karasek zu Wort kommen durften, wurde diese <br />
Haltung, die übrigens immerhin von einer nur <br />
geringfügig kleineren Minderheit in Deutschland <br />
vertreten wurde, als jene der expliziten <br />
Kriegsgegner in den USA zu Kriegsbeginn, <br />
systematisch geschnitten. Pro-amerikanische <br />
Haltungen durften dann allenfalls nur noch <br />
Amerikaner selbst vertreten oder Exil-Iraker, <br />
deren Meinung aber komischerweise hierzulande <br />
überhaupt niemanden interessiert hat. Nicht einmal <br />
die Bundesregierung, die laut deren Aussagen nie <br />
mit Exilanten gesprochen hat. <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1195</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1195</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:13:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>GegenGerd@E.D., I</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Womit du also zugibst, daß die politische <br />
Propaganda in den USA sowohl mächtig denn auch <br />
allgegenwärtig ist. <br />
Du bestreitest bloß, dass es keiner bemerkt? Nun, <br />
um es mit deinen eigenen Worten zu sagen: <br />
Geschenkt! <img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> </p>
</blockquote><p>
 <br />
Unterstellt wird hier ja eine Beeinflussung, der <br />
man kaum entweichen kann und die Verdunklung nicht <br />
genehmer Tatsachen - wie soll das gehen, wenn es <br />
jedermann bemerkt und sich damit auseinandersetzt? <br />
  </p>
<blockquote><p>Sie ist sicherlich nicht vernachlässigbar als <br />
Stimme des intellektuellen Amerikas, aber sehr <br />
wohl bezüglich ihres Einflusses auf die <br />
Meinungsbildung breiter Massen. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Bloß weil dir der Leserkreis nicht paßt willst du <br />
einer der renommiertesten Zeitungen der Welt <br />
absprechen meinungsbildend zu sein? <br />
 <br />
 </p>
<blockquote><p>Zwischendurch sollen es sogar 70 % gewesen sein. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Ja, hier läßt du die Verstärkung anrücken, allein <br />
zu spät! Von dieser Zahl ist im Ursprungsartikel <br />
nicht die Rede.  <br />
 </p>
<blockquote><p>Was um alles in der Welt gibt es an 45 % zu <br />
verharmlosen? Hier handelt es sich nicht nur um <br />
einen elementaren Irrtum (in dem diese Leute <br />
bewusst belassen werden), sondern darüber hinaus <br />
auch noch um einen vorgeblichen Kriegsgrund. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Im Irrtum belassen? Was um alles in der Welt <br />
berechtigt dich zu der Schlußfolgerung, bei dieser <br />
Minderheit von 45%, die dem Krieg zustimmten <br />
handele es nicht um informierte (womöglich New <br />
York Times lesende) Menschen, die aus den <br />
Informationen andere Konsequenzen zogen als du? <br />
 <br />
Du baust doch nur eine Argumentationskulisse auf, <br />
denn der von dir gepostete Artikel gibt schon alle <br />
wichtigen Fakten: <br />
 <br />
1. Es gab eine differenzierte Auseinandersetzung <br />
mit der Kriegsrhetorik in allgemein zugänglichen <br />
Massenmedien. Mag sein, nicht jeder liest NYT, <br />
aber jeder kann und darf sie lesen. <br />
 <br />
2. Die Bush-Rhetorik vermochte nur eine Minderheit <br />
der Befragten zu überzeugen; womöglich blieben <br />
auch viele der Menschen kritisch, die keine NYT <br />
lesen und nur fernsehen.  <br />
 <br />
 <br />
  <br />
 </p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 18 May 2003 18:03:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Smadar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>US-Medien im Krieg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zeigen Sie mir Artikel, die so geifernd  <br />
und hetzerisch sind wie z.B. die von Ralph Peters, <br />
 <br />
Joseph Farah oder Ann Coulter.   <br />
  <br />
 <br />
 <br />
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ <br />
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ <br />
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ <br />
 <br />
 <br />
PSL, Gerd Ruge und der Rest des Drecks </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1192</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1192</guid>
<pubDate>Sun, 18 May 2003 16:05:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dudi</dc:creator>
</item>

</channel>
</rss>
