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<title> - Quo vadis Germania?</title>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/</link>
<description>Das offizielle Amerikanski Forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Quo vadis Germania? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alteuropäer schrieb: </p>
<blockquote><p>Hier handelt es sich <br />
nicht um &quot;eine Sachfrage&quot;, in der die Alteuropäer <br />
anderer Meinung sind als die US-Regierung, sondern <br />
darum, wie zukünftige Außen- und Innenpolitik <br />
aussehen wird. Die Pläne der Bush-Regierung, <br />
globale militärische und wirtschaftliche Hegemonie <br />
über andere Staaten, Hand in Hand gehend mit einer <br />
stetigen Beschneidung verfassungsmäßig <br />
garantierter Bürgerrechte im Inneren, sind eben <br />
nicht die außen- wie innenpolitschen Vorstellungen <br />
Europas von der Welt; das Getue in Evian war <br />
diente ohnehin bloß dem schönen Schein für die <br />
Medien. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Zuerst einmal müsste doch der Begriff Europa <br />
geschweige denn Alteuropa genauer hinterfragt <br />
werden. Als gäbe es eine einheitliche europäische <br />
Linie in der Positionierung gegenüber den <br />
Vereinigten Staaten. Ich sehe da Deutsche, <br />
Franzosen, Briten, Polen, Spanier und Belgier, <br />
aber eigentlich keine Europäer. <br />
 <br />
Dass es grundsätzliche politische Unterschiede <br />
zwischen ‚Europa´ und Amerika geben mag, will ich <br />
gar nicht bestreiten. Es wird den Alteuropäern, <br />
die du meinst, aber wohl kaum gelingen, Europa auf <br />
einen gemeinsamen antiamerikanischen Kurs <br />
einzuschwören. Das kann auch gar nicht im <br />
gesamteuropäischen Interesse liegen. <br />
 <br />
Der Irak war eben doch zunächst einmal nicht mehr <br />
als eine Sachfrage. Inwiefern du diese Frage als <br />
Teil einer groß angelegten Strategie betrachtest, <br />
bleibt zunächst einmal Deiner Spekulation <br />
überlassen. Für mich ist es politische <br />
Kurzsichtigkeit, das transatlantische Bündnis über <br />
einen orientalischen Despoten zerplatzen zu <br />
lassen. Wenn das die Zielsetzung europäischer <br />
Politik künftig sein sollte, können sich Despoten <br />
und Terroristen weltweit schon mal die Hände <br />
reiben. Tatsache ist, dass Europa bislang der <br />
amerikanischen Präventivstrategie nichts <br />
Gleichwertiges entgegensetzen konnte. Diese <br />
amerikanische Strategie bedeutet ja nicht <br />
blindwütiges Losschlagen gegen jedes Ziel, welches <br />
sich bietet. Gerade für die Irakintervention <br />
ergibt sich ein Bild vielfältiger und keineswegs <br />
nur unberechtigter Gründe für die amerikanische <br />
Position. Wenn ich die gegenwärtige Debatte über <br />
Wolfowitz´ Verlautbarungen betrachte, kann ich nur <br />
schmunzeln, wie sich manche über eine Petitesse <br />
die Köpfe heiß reden können. Jeder weiß doch, dass <br />
es im Irak um wesentlich vielschichtigere Dinge <br />
ging als nur um den völkerrechtlich relevanten <br />
Tatbestand bestimmter Massenvernichtungsmittel. <br />
 <br />
Man mag den Amerikanern aus europäischer Sicht <br />
vielleicht unangemessenes Handeln vorwerfen, das <br />
in seiner Entschiedenheit so manchen Alteuropäer <br />
eher abschreckt als ihn für ein gemeinsames <br />
westliches Vorgehen gewinnt. Umgekehrt muss sich <br />
Europa aber vorwerfen lassen, überhaupt nicht <br />
handlungsfähig und -willig zu sein. Die <br />
französische - und mit ihr im willfährigen <br />
Schlepptau - die deutsche Position kommt mir vor, <br />
als säßen Gottlieb und Babette Biedermann Zigarre <br />
rauchend im gemütlichen Wohnzimmer, während die <br />
Brandstifter im Dachboden ungehindert ihre <br />
Benzinfässer rollen.  <br />
 <br />
Und der Gedanke, Europa müsse sich nun <br />
ausgerechnet als demokratischer Lehrmeister <br />
Amerikas profilieren, kommt mir schon sehr <br />
verwegen vor, da man sich noch nicht einmal als <br />
fähig erwies, Demokratie in Jugoslawien <br />
herbeizuführen. Vom Irak und vielen anderen <br />
Staaten dieser Welt möchte ich da gar nicht erst <br />
reden. <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1546</link>
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<pubDate>Tue, 03 Jun 2003 19:07:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Check</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Quo vadis Germania? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;In einer Sachfrage anderer  <br />
Meinung sein, ist die eine, dies im Wahlkampf auf  <br />
Marktplätzen lauthals herauszuschreien, jedoch die <br />
 <br />
andere Seite.&quot; <br />
Ich empfehle das Lesen der Aufsätze bei <br />
<a href="http://www.newamericancentury.org.">www.newamericancentury.org.</a> Hier handelt es sich <br />
nicht um &quot;eine Sachfrage&quot;, in der die Alteuropäer <br />
anderer Meinung sind als die US-Regierung, sondern <br />
darum, wie zukünftige Außen- und Innenpolitik <br />
aussehen wird. Die Pläne der Bush-Regierung, <br />
globale militärische und wirtschaftliche Hegemonie <br />
über andere Staaten, Hand in Hand gehend mit einer <br />
stetigen Beschneidung verfassungsmäßig <br />
garantierter Bürgerrechte im Inneren, sind eben <br />
nicht die außen- wie innenpolitschen Vorstellungen <br />
Europas von der Welt; das Getue in Evian war <br />
diente ohnehin bloß dem schönen Schein für die <br />
Medien. Daß Europa - trotz gewisser Zugeständnisse <br />
wie das &quot;Aktionsbündnis gegen den Terror&quot; - weiter <br />
an seinen Zielen, wie z.B. einer multipolaren <br />
Welt, auch gegen den Widerstand der USA festhalten <br />
wird, hat Chirac ganz deutlich gemacht. Und <br />
Atommächten gegenüber hat sich Herr Bush bisher <br />
eher diplomatisch verhalten.  </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1532</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1532</guid>
<pubDate>Tue, 03 Jun 2003 09:22:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alteuropäer</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Quo vadis Germania? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Check schrieb: <br />
 </p>
<blockquote><p>Selbstbewusst legte Kanzler Schröder am 24. März <br />
dieses Jahres im Schulterschluss mit Paris und <br />
Moskau ein Memorandum vor, das die amerikanischen <br />
Absichten im Irak unterbinden sollte und dem sich <br />
auch die chinesische Regierung anschloss. </p>
</blockquote><p>
 <br />
Die drei Regierungen, die weiß G*tt genügend Dreck <br />
am Stecken haben, was die Belieferung des Irak mit <br />
Waffen in den letzten 25 Jahren anbelangt... <br />
 <br />
Deutschland übrigens am meisten: <br />
 <br />
Die Universität Münster hat recherchiert, dass im <br />
Bereich der Dual-Use-Güter, also der Exportgüter, <br />
die sowohl für den zivilen als auch für den <br />
militärischen Einsatz geeignet sind, die BRD etwa <br />
die Hälfte aller Geschäfte mit dem Irak <br />
abgewickelt hat. <br />
 <br />
Ein Schelm, der Böses dabei denkt... <br />
 <br />
Jetzt verbieten sich ja auch die Russen, dass man <br />
sich in ihre innerpolitischen Metzeleien <br />
einmischt. <br />
 <br />
Sie behaupten doch tatsächlich, dass die &quot;Sache&quot; <br />
mit Tschetschenien eine innerrussische <br />
Angelegenheit sei. <br />
 <br />
Mögen noch so viele islamische Fundamentalisten in <br />
Tschetschenien ihr mörderisches Unwesen treiben <br />
und noch so viele junge russische Soldaten ihr <br />
Leben für nichts verlieren: <br />
 <br />
Russland wird seine südlichen (islamisch <br />
beeinflussten)Außengrenzen nicht halten können. <br />
 <br />
Es wird höchste Zeit, dass Putin Bush`s Ambitionen <br />
zumindest anerkennt. Auf die Dauer wird er nämlich <br />
den Spagat - die USA zu verurteilen und <br />
gleichzeitig in seiner Wohnung nicht für Ordnung <br />
sorgen zu können - nicht aushalten. <br />
 <br />
Dies trifft übrigens auch auch auf China zu. <br />
 <br />
Wenn die Chinesen mit ihren innenpolitischen <br />
Schwierigkeiten (ca. 150 Mio. Wanderarbeiter pro <br />
Jahr oder sogar mehr) nicht klar kommen, droht <br />
ihnen eine gesellschaftliche Katastrophe <br />
ungeahnten Ausmaßes. <br />
 </p>
<blockquote><p>Da bleiben einem nur noch die Worte eines <br />
Christian Ströbele als Trost: </p>
</blockquote><p>
 <br />
Bei Christian Ströbele denke ich nur an hilfloses <br />
und scheinheiliges Geplapper... <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1491</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1491</guid>
<pubDate>Sat, 31 May 2003 05:09:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bernd@Check</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Quo vadis Germania?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstbewusst legte Kanzler Schröder am 24. März <br />
dieses Jahres im Schulterschluss mit Paris und <br />
Moskau ein Memorandum vor, das die amerikanischen <br />
Absichten im Irak unterbinden sollte und dem sich <br />
auch die chinesische Regierung anschloss. Stolz <br />
verkündete die deutsche Seite, nicht Deutschland <br />
und seine zahlreichen Freunde und Verbündeten, <br />
sondern Bush und Blair seien die politisch <br />
Isolierten. <br />
 <br />
Damit ist es nun vorbei. Nur etwas mehr als drei <br />
Monate hielt die Achse des Guten aus Deutschland, <br />
Frankreich und Russland, die der deutschen <br />
Bevölkerung als Ersatz für die zerbrochenen <br />
transatlantischen Beziehungen verkauft werden <br />
sollte. Wenn US-Präsident George Bush dieser Tage <br />
den alten Kontinent besucht, wird er um <br />
Deutschland als einziges großes Land einen ebenso <br />
großen Bogen machen. Damit dürften sich die <br />
Spekulationen erübrigen, die Amerikaner seien ja <br />
ohnehin viel mehr über die renitenten Franzosen <br />
verstimmt als über die wackeren Deutschen.  <br />
 <br />
Tatsache ist, dass nun das Szenario Wirklichkeit <br />
zu werden scheint, das hinter vorgehaltener Hand <br />
schon seit längerem als Leitlinie amerikanischer <br />
Außenpolitik gehandelt worden war. Während sich <br />
die Franzosen zwar Kritik aus Washington anhören <br />
dürfen über ihre Haltung zum Irakkrieg, dürfen die <br />
Deutschen noch nicht einmal das: Sie werden <br />
schlichtweg ignoriert. In einer Sachfrage anderer <br />
Meinung sein, ist die eine, dies im Wahlkampf auf <br />
Marktplätzen lauthals herauszuschreien, jedoch die <br />
andere Seite. <br />
 <br />
Nun könnte man meinen, die Deutschen, denen seit <br />
September nichts verhasster schien als das <br />
Mc-Donalds-Restaurant um die Ecke und die auf <br />
einmal zu glühenden Bekennern <br />
nicht-genmanipulierten Sauerkrauts emporstiegen, <br />
hätten endlich das, was sie ohnehin schon immer <br />
wollten: Den Bruch mit dem Reich des Bösen, den <br />
Vereinigten Römischen Staaten von Amerika. Dabei <br />
war es doch Deutschland, dessen Könige sich noch <br />
bis 1806 mit einer römischen Krone schmückten und <br />
deren sozialdemokratische Nachfolger nun <br />
behaupten, Deutschland sei nur noch die römische <br />
Provinz Germania unter amerikanischer <br />
Statthalterschaft. Oh du stolzes Germanien!  <br />
 <br />
Dabei hätte man es doch allzu gern gesehen, wenn <br />
man am besten noch ganz Europa in dieses <br />
Zerwürfnis mit dem amerikanischen Prinzipaten <br />
hätte einbeziehen können. Daraus scheint aber nun <br />
nichts mehr zu werden: Bush wird in nahezu allen <br />
europäischen Hauptstädten ein Tet-a-Tet mit den <br />
wichtigen Staat- und Regierungschefs der <br />
westlichen Welt haben, während der deutsche <br />
Kanzler am Katzentisch seine schwachbrüstige <br />
Sozialagenda durchpeitschen muss und <br />
wahrscheinlich noch nicht einmal mehr von seinen <br />
Parteitagsfreunden Beifall für seinen mit <br />
antiamerikanischen Stacheln gepickten Wahlkampf <br />
erhalten dürfte. Besonders schmerzlich für den <br />
Populisten: Gerade Chirac und Putin werden <br />
Freundlichkeiten mit Bush austauschen, während <br />
Schröder im Abseits wehmütig an gemeinsame <br />
friedensbewegte Zeiten denken wird.  <br />
 <br />
Deutschland ist innenpolitisch zum kranken Mann <br />
Europas geworden und nun auch noch außenpolitisch <br />
marginalisiert. Das für die deutsche <br />
Volkswirtschaft so unendlich wichtige Verhältnis <br />
zu Amerika ist politisch zerstört und man mag nur <br />
hoffen, dass sich die Auswirkungen auf die <br />
wirtschaftlichen Beziehungen im Schaden werden <br />
begrenzen lassen können. Verteidigungspolitisch <br />
phrasiert man zwar über eine gemeinsame <br />
europäische Verteidigungsidentität, aber im <br />
eigenen Saustall reichen die Mittel noch nicht <br />
einmal für die Abschaffung der Wehrpflicht, sollte <br />
man dies denn tatsächlich politisch wollen, <br />
geschweige denn für die Umrüstung der Bundeswehr <br />
in eine Armee, die zukünftigen Herausforderungen <br />
auch nur im Ansatz gerecht werden könnte. <br />
 <br />
Da bleiben einem nur noch die Worte eines <br />
Christian Ströbele als Trost: Der bedankte sich <br />
seinerzeit auf einer Antikriegsdemo bei <br />
zahlreichen Freunden und Verbündeten für die <br />
solidarische Haltung von Staaten wie Angola, <br />
Kamerun und Guinea. Wir sehens schon: Deutschland <br />
muss einfach bescheidener werden. Auch in der Wahl <br />
seiner Bündnispartner und notfalls halt allein <br />
gegen den Rest der Welt. Quo vadis Germania? <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1490</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=1490</guid>
<pubDate>Sat, 31 May 2003 04:00:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Check</dc:creator>
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