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<title> - Wasser statt Demokratie (1)</title>
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<description>Das offizielle Amerikanski Forum</description>
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<title>Wasser statt Demokratie (1) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wasser statt Demokratie Teil 2 <br />
 <br />
Die Wasserkämpfe zwischen Irak, Syrien und der <br />
Türkei um Euphrat und   <br />
Tigris machen die Situation nicht einfacher. Für <br />
die arabischen Regimes   <br />
war Wasser ein Allgemeingut, das man nicht kauft, <br />
sondern untereinander   <br />
teilt. Syrien und Irak beriefen sich auf ihr Recht <br />
auf unversehrte natürliche Ressourcen. Die <br />
Türkei argumentiert nach dem Prinzip der absoluten <br />
  <br />
Gebietshoheit, das ihr als Ursprungsland der <br />
Flüsse gestatte, diese voll   <br />
zu nutzen, ohne Rücksicht auf die Folgen für die <br />
Gebiete hinter der   <br />
Grenze. So sagt man dort gerne: <br />
Öl kommt aus dem Boden von eurem Land und wir <br />
sagen nicht, dass es uns <br />
gehört. Wasser kommt aus dem Boden von unserem <br />
Land und ihr solltet <br />
 nicht sagen, dass es euch gehört. <br />
Fünf Prozent der Weltbevölkerung müssen im <br />
Mittleren Osten mit einem Pro-  <br />
zent der weltweiten Süßwasservorräte auskommen <br />
(vgl. Der große Durst [7]).   <br />
In einem Gespräch mit der BBC [8] kommt die <br />
Vorsitzende der Nationalen   <br />
Wasserforschungseinheit in Ägypten, Mona El Kody, <br />
zu dem Schluss, dass der   <br />
mangelnde Zugang zu Wasser unmenschliche <br />
Lebensverhältnisse schaffe und   <br />
dies die schlimmste Erfahrung sei, die ein Mensch <br />
machen könne. Sie führe   <br />
zu Frustration und zu einer Zunahme <br />
terroristischer Aggression. <br />
Die Liste der Vereinten Nationen mit den Ländern, <br />
welche die größten   <br />
Wasserprobleme haben, bestätigt, dass die alten <br />
Konfliktherde vermutlich   <br />
auch die neuen sein werden: Am schlimmsten steht <br />
es danach um Kuwait, wo   <br />
jedem Menschen jährlich 10 cbm zur Verfügung <br />
stehen, gefolgt vom Gaza-  <br />
Streifen (52 cbm), den Vereinten Arabischen <br />
Emiraten (58 cbm), Bahamas (66   <br />
cbm), Katar (94 cbm), Malediven (103 cbm), Libyen <br />
(113 cbm) und Saudi-  <br />
Arabien (118 cbm) (vgl. Der große Durst [9]). <br />
 <br />
Links <br />
[1] <a href="http://www.utopie1.de/toynbee/menschheit.htm">http://www.utopie1.de/toynbee/menschheit.htm</a> <br />
[2] <a href="http://www.water.org/iraq">http://www.water.org/iraq</a> <br />
[3] <a href="http://www.usaid.gov/iraq">http://www.usaid.gov/iraq</a> <br />
[4] <a href="http://www.unicef.de">http://www.unicef.de</a> <br />
[5] <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14">http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14</a><br />
532/1.html <br />
[6] <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/13">http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/13</a><br />
843/1.html <br />
[7] <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/1443">http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/1443</a><br />
4/1.html <br />
[8] <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/2859">http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/2859</a><br />
937.stm <br />
[9] <a href="http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/1443">http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/1443</a><br />
4/1.html <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=16</link>
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<pubDate>Thu, 17 Apr 2003 19:16:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Muddy Waters</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wasser statt Demokratie (1)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.telepolis.de/deutsch/special/irak/14614">http://www.telepolis.de/deutsch/special/irak/14614</a><br />
/1.html <br />
*Wasser statt Demokratie* <br />
Michaela Simon, 15.04.2003 <br />
 <br />
Nach Bush und Blair bedrohen nun Cholera und Ruhr <br />
den Irak <br />
Das Zweistromland mit Euphrat und Tigris wurde <br />
wegen seines raffinierten <br />
Bewässerungssystems von dem Historiker Arnold <br />
Toynbee in seinem Buch <br />
 Menschheit und Mutter Erde [1] als Ursprungsland <br />
der Zivilisation <br />
 vermutet. <br />
Heute befürchten Arzte und Hilfsorganisationen, <br />
darunter das internationa-  <br />
le Rote Kreuz, WaterPartners International [2], <br />
die US-Agency for Interna-  <br />
tional Development [3] und Unicef [4] dass die <br />
dramatische Trinkwasser-  <br />
knappheit den Ausbruch einer Epidemie im Irak <br />
verursachen wird. In der   <br />
südlichen Stadt Basra hat die Mehrheit der 1,3 <br />
Millionen Bewohner drei   <br />
Wochen nach Kriegsbeginn immer noch kein sauberes <br />
Wasser. Abgesandte von   <br />
Hilfsorganisationen finden nur langsam und <br />
vereinzelt ihren Weg durch das   <br />
gefährlich aufgewühlte Land. Cholera und Ruhr sind <br />
schneller. Der Guardian   <br />
zitiert einen Iraker: &quot;Bush böse. Blair böse. Sie <br />
haben unser Wasser und   <br />
unsere Elektrizität zerstört&quot;. In Basra konnte das <br />
von Unicef gelieferte   <br />
Wasser nicht verteilt werden, da es auf den <br />
Straßen zugeht wie in einem   <br />
Italo-Western. Soldaten in Basra haben eine in <br />
Arabisch gesetzte Zeitung   <br />
verteilt, deren Titelbild eine purzelnde <br />
Saddam-Statue zeigt. &quot;Wir brau-  <br />
chen keine Zeitung, wir brauchen Wasser, Essen und <br />
Elektrizität&quot; zitiert   <br />
Reuters einen aufgebrachten Iraker (vgl. &quot;Militär <br />
leistet keine humanitäre   <br />
Hilfe&quot; [5]). <br />
 Unsere Autos sind beladen und wir können sofort <br />
los. Wie brauchen nur <br />
 etwas Sicherheit, damit wir da überhaupt <br />
reinkommen. <br />
 _Ein Mitarbeiter von Mercy Corps_ <br />
 <br />
Die Koalition hätte die wichtigste Infrastruktur <br />
bewahren müssen - <br />
Krankenhäuser, Wasser und Elektrizität. Wir sind <br />
verzweifelt, frustriert <br />
und völlig deprimiert. _Ein Sprecher des <br />
Internationalen Roten Kreuzes_ <br />
 <br />
Schon beim ersten Golfkrieg war das gesamte <br />
irakische Wassersystem durch   <br />
die Luftangriffe zerstört worden. Alle Staudämme <br />
waren mehrfach getroffen,   <br />
städtische und industrielle Wasserreservoirs <br />
ebenso beschädigt worden, wie   <br />
Bewässerungsanlagen für die Landwirtschaft und <br />
Wasserkraftwerke und Was-  <br />
serpumpen. Etwa 16 Millionen Iraker, zwei Drittel <br />
der Bevölkerung, lebten   <br />
schon vor Ausbruch des zweiten Krieges <br />
ausschließlich von Lebensmittelra-  <br />
tionen, die sie mit den nötigen täglichen 2.200 <br />
Kalorien versorgten (vgl.   <br />
16 Millionen Hungernde [6]). Jedes vierte Kind <br />
unter fünf Jahren ist   <br />
unterernährt. Im Süden Iraks herrschen zur Zeit <br />
bis zu 40 Grad. Mindestens   <br />
100 000 Kinder sind in Gefahr, ernsthaft krank zu <br />
werden, weil sie ver-  <br />
schmutztes Wasser bekommen, das schon letztes Jahr <br />
die meisten Todesfälle   <br />
unter den irakischen Kindern verursacht hat. Über <br />
den Grad der Wasserkon-  <br />
tamination, bedingt auch durch die moderne <br />
Kriegsführung, kann man bislang   <br />
nur Befürchtungen anstellen. <br />
 </p>
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<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=15</link>
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<pubDate>Thu, 17 Apr 2003 19:11:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Muddy Waters</dc:creator>
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