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<title> - Freie Menschen in der Falle</title>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/</link>
<description>Das offizielle Amerikanski Forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>erbarmen schrieb: <br />
 </p>
<blockquote><p>Man kann hier nur hoffen, dass etwas passiert, was <br />
die Geschichte der irakischen Juden entspricht: <br />
Neues jüdisches Leben im Irak. Leider kann ich es <br />
kaum glauben...... </p>
</blockquote><p>
 <br />
Der folgende Artikel macht doch ein wenig Hoffnung <br />
oder?  <br />
 <br />
Iraker verhindern Plünderung der jüdischen <br />
Gemeinde <br />
18/04/2003 12:01 <br />
 <br />
Die israelische Tageszeitung Jerusalem Post <br />
berichtet in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung <br />
auf die Nachrichtenagentur AFP, dass Einwohner der <br />
irakischen Hauptstadt Bagdad, die Plünderung einer <br />
kleinen jüdischen Gemeinde in ihrem Viertel <br />
verhindert haben. Die jüdische Gemeinde Bagdads, <br />
die zu einer der ältesten im Nahen Osten gehört, <br />
zählt heute nur noch 40 bis 60 Mitglieder. <br />
 <br />
Von Z.S. Kuhar / NahostFocus <br />
 <br />
Dem Bericht zufolge kam es am vergangenen Samstag <br />
zu der versuchten Plünderung des &quot;Komitees für <br />
religiöse Angelegenheiten Esra Menahel Daniel&quot;, <br />
einem kleinen jüdischen Zentrum in der Bagdader <br />
Rashid Straße. Zuvor hatten Randalierer das <br />
Namensschild vom Eingang entfernt. Zwei Männer <br />
versuchten darnn, die Eingangstür aufzubrechen, so <br />
AFP weiter. &quot;Wir kamen gleich rüber und fragten <br />
sie, was sie wollen&quot;, berichtet der 50jährige <br />
Abdullah Nurredin, der in unmittelbarer <br />
Nachbarschaft des jüdischen Zentrums wohnt. &quot;Als <br />
sie unsere Blicke <br />
sahen, sind sie ohne ein weiteres Wort gegangen&quot;. <br />
&quot;Die Juden haben immer hier gelebt, und es ist <br />
normal, dass wir sie verteidigen&quot;, so ein anderer <br />
Nachbar.  <br />
 <br />
Im Batauin-Distrikt, einem anderen Stadtteil <br />
Bagdads, soll sich AFP zufolge eine bewaffnete <br />
Bürgerwehr  gegründet haben, die die örtlichen <br />
Einrichtungen inklusive der Synagoge vor <br />
Plünderern schützt. &quot;Wir verteidigen die Synagoge <br />
wie alle anderen Häuser in der Straße und wir <br />
werden niemandem gestatten sie anzutasten&quot;, so der <br />
19jährige Informatikstudent Edward Benham, der als <br />
christlicher Iraker selbst zu einer Minderheit <br />
gehört.  <br />
 <br />
Unterdessen versucht die vom Verschwinden bedrohte <br />
jüdische Gemeinschaft im Irak das diesjährige <br />
Pessach-Fest zu feiern. &quot;Jemand hat einmal <br />
gewusst, wie man den ´Seder´ begeht&quot;, das <br />
traditionelle Pessach-Abendmahl. &quot;Ich kann es <br />
nicht&quot;, so eine junge Frau, die mit ihren 37 <br />
Jahren das jüngste Mitglied der Gemeinde ist, <br />
gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Einige <br />
Beobachter schätzen, dass der Sturz des Regimes <br />
von Diktator Saddam Hussein nicht nur der <br />
kurdischen und christlichen Bevölkerungsminderheit <br />
eine neue Tür im zukünftigen Irak öffnen könnte. <br />
Auch für die verbliebenen 40 bis 60 Bagdader Juden <br />
könnte eine <br />
tolerantere Epoche bevorstehen. Die Beziehung <br />
zwischen irakischen Juden und Muslimen ist noch <br />
immer durch tiefe Wunden geprägt.  <br />
 <br />
Die einst blühende jüdische Gemeinde im Irak kann <br />
auf eine Geschichte zurückblicken, die bis in das <br />
babylonische Zeitalter 597 vor Christus reicht. <br />
Mitte <br />
der 1920er zählte man in Bagdad noch 250.000 <br />
Juden. Während der türkisch-osmanischen Herrschaft <br />
lebten irakische Juden und Christen trotz ihres <br />
Status als Bürger zweiter Klasse in relativem <br />
Frieden und Sicherheit. In den 1940er Jahren kam <br />
es dann zu zahlreichen von Nazi-Deutschland <br />
inspirierten Pogromen <br />
gegen die jüdische Bevölkerung. Nach der Gründung <br />
des Staates Israel 1948 (Siehe dazu <br />
UN-Teilungsplan und Unabhängigkeitskrieg) flohen <br />
etwa Zweidrittel der <br />
jüdischen Einwohner vor den massiven <br />
Ausschreitungen der muslimischen Bevölkerung. Die <br />
meisten wanderten nach Israel, Nordamerika und <br />
Europa aus. Tausende verließen in der Periode bis <br />
1967 in mehreren Wellen das Land. Nach der <br />
Niederlage der arabischen Armeen im <br />
Sechs-Tage-Krieg 1967 wurden zahlreiche Juden <br />
wegen ihrer Religionszughörigkeit in Bagdad <br />
öffentlich gehängt.  <br />
 <br />
Die verbliebenen Juden, aber auch viele Christen <br />
und Kurden Bagdads sehen nach der Befreiung von <br />
der jahrzehntelangen Unterdrückung und Verfolgung <br />
nun <br />
mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Ob <br />
sich ihre Hoffnungen erfüllen werden, wird sich in <br />
den kommenden Jahren herausstellen. <br />
 <br />
quelle: <br />
<a href="http://www.juden.de/forum5/showtopic.php?threadid=">http://www.juden.de/forum5/showtopic.php?threadid=</a><br />
4 <br />
 <br />
 <br />
  <br />
  <br />
 </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=522</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=522</guid>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2003 23:01:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sarah @ erbarmen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Monika! :) </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=299</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=299</guid>
<pubDate>Thu, 24 Apr 2003 15:01:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ishah</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das war ein sehr guter Hinweis, Ishah <br />
 <br />
Danke. <br />
Gruss-Moni </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=295</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=295</guid>
<pubDate>Thu, 24 Apr 2003 13:10:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Monika</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weiterer Zustrom von Juden gab es währen der <br />
Reconquista, Ende des 15. Jhds. (bis 1492) aus <br />
Spanien, jedoch waren zu dieser Zeit die großen <br />
jüdischen Zentren bereits lange etabliert. Das nur <br />
um der Vollständigkeit halber. </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=162</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=162</guid>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2003 23:10:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nachtrag</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine allgemeine Tendenz in den <br />
arabisch-islamischen Ländern. Aus dem Land wo ich <br />
herstamme, gab es 1945 rd. 250.000 Juden. Heute <br />
leben dort mal gerade 5.000. Es ist mit die älte <br />
Diaspora der sefardischen Juden, die sich in zwei <br />
Phasen gebildet hatte: die erste, kleinere, nach <br />
dem Niedergang Carthagos (wo damals schon Juden <br />
lebten) und dann, nach der Zerstörung des zweiten <br />
Tempels. Die lange und bewegte Geschichte seit dem <br />
dritten punischen Krieg, hat da kaum etwas <br />
bewirkt. Erst nach dem zweiten Weltkrieg änderte <br />
sich das. Die meisten gingen nach Israel, ein Teil <br />
in das Land der ehemaligen Kolonialmacht, wo heute <br />
ca. 700.000 Juden leben. </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=161</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=161</guid>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2003 23:05:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ishah</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ishah schrieb: <br />
  <br />
   <br />
 <br />
  <br />
  </p>
<blockquote><p>Das einzige was heute in Bagdad von der Gemeinde <br />
übrig blieb ist eine Synagoge mit gelben Ziegeln <br />
inmitten des BATAWAIN Bezirkes von Bagdad. Das <br />
Gebäude wird durch eine drei Meter hohe Betonwand <br />
verhüllt und ist mit Eisentoren verschlossen. Der <br />
einzige Hinweis auf die Bestimmung des Gebäudes <br />
ist eine kleine Inschrift mit den Namen des des <br />
Platzes und eine einfache Mezuza aus Holz auf der <br />
Eingangstür. In der Synagoge gibt es keinen <br />
Rabbiner, der letzte ging vor 30 Jahren weg.So wie <br />
der Rabbiner wirkt die ganze Gemeinde so, als ob <br />
sie auf dem Wege ist zu verschwinden. </p>
</blockquote><p>
==================================================<br />
==================================================<br />
==================================================<br />
==================================================<br />
============================ <br />
Man kann hier nur hoffen, dass etwas passiert, was <br />
die Geschichte der irakischen Juden entspricht: <br />
Neues jüdisches Leben im Irak. Leider kann ich es <br />
kaum glauben...... </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=153</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=153</guid>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2003 19:20:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>erbarmen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freie Menschen in der Falle</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>(Dieser Beitrag erschien in der israelischen <br />
Tageszeitung MAARIV am 18.4.2003 in der <br />
Wochenendbeilage) - Michael Salkman (Los Angeles <br />
Times) <br />
 <br />
<a href="htp://www.juedische.at">htp://www.juedische.at</a> <br />
 <br />
Einsamer Pessachabend in Bagdad: Die Juden <br />
schlossen sich aus Angst zu Hause ein.   <br />
 <br />
&quot;Baruch ata Hashem&quot; (Gelobt seist du Ewiger) sagt <br />
Kalida Salah. Das ist der einzige Satz, den sie <br />
aus der jüdischen Tradition in Erinnerung behalten <br />
hat.Kalida ist eine von 40 Juden, die in Bagdad <br />
geblieben sind. Den Sederabend, an dem Juden des <br />
Auszuges aus Ägypten gedenken, verbrachte sie mit <br />
ihrer Schwester Nidal in Angst. <br />
 <br />
&quot;Baruch ata Hashem&quot; für Kalida ist es die <br />
Grundlage des Glaubens. Eine Verbindung, die fast <br />
abgerissen ist. Die zwei Schwestern sind <br />
Überlebende. Sie haben einen Staat überlebt, der <br />
sie ausweisen wollte. Ein Staat, der ihnen verbot <br />
einen Davidstern öffentlich zu tragen, ein Staat <br />
der die uralte Thora in der Synagoge von Bagdad <br />
konfiszierte. <br />
 <br />
Jetzt ist die ganze Stadt von Banden der Räuber <br />
und Plünderer voll und die Juden schliessen sich <br />
in ihrem Heim ein. Saddam war ein grausamer <br />
Diktator, von ihm wussten sie wenigstens genau, <br />
was sie zuerwarten hatten. <br />
 <br />
NICHTS IST SICHER <br />
 <br />
Heute ist nichts sicher. Die Juden, zumeist <br />
betagte Menschen, können nicht am Sederabend in <br />
der Synagoge zusammenkommen um die Feiertagsgebete <br />
zu zelebrieren aus Angst, das Bethaus würde <br />
geplündert, sobald seine Tore öffneten. Es ist <br />
jedoch nicht der einzige Grund. Zwar erzählen die <br />
beiden Schwestern über sehr gute Koexistenz mit <br />
ihren islamischen Nachbarn, aber ihre Angst gibt <br />
andere Hinweise. Taufik Sofer , 80 Jahre alt, <br />
nennt Pessach EID AL FITER (islamischer Feiertag, <br />
der das Ende des Ramadan kennzeichnet) und nicht <br />
in seinem eigentlichen Namen &quot;Eid al Fisa&quot; Kalida <br />
und Nidal betonten wiederholt, kein hebräisches <br />
Buch im Haushalt zu haben. <br />
 <br />
Nachdem der irakische Übersetzer den Raum <br />
verliess, zeigten die Schwestern eine <br />
Sammlunggelber Haggadot in Hebräisch. <br />
 <br />
»WIR WURDEN MOSLEMS« <br />
 <br />
Kalida und Nidal sind sehr enttäuscht, dass die <br />
wenige Schritte von ihrer Wohnung entfernte <br />
Synagoge nicht zum Feiertag geöffnet wird. Leider <br />
wird nicht nur die Schliessung der Synagoge der <br />
einzige Grund sein.  <br />
 <br />
Als die beiden Kinder waren, erzählten sie mir, <br />
gingen sie mit ihrer Mutter zu Verwandeten um zu <br />
feiern. Heute ist niemand mehr übriggeblieben. <br />
Alle starben oder verliessen den Irak. Die <br />
Schwestern haben nie geheiratet. Sie haben nicht <br />
genug Geld um Lebensmittel einzukaufen für ein <br />
&quot;befriedigendes Festmahl&quot; Unter der Regentschaft <br />
Saddams hatten sie Anrecht auf etwa 20 US-Dollar <br />
monatlich vom Religionsministerium. <br />
 <br />
Mit dieser Summe konnten sie sich Esssen zu den <br />
Festen kaufen. Nach dem Fall des Regimes gibt es <br />
kein Geld mehr und keine Möglichkeit, den Feiertag <br />
würdig zu begehen. <br />
 <br />
In ihrer Kindheit hielten beide den Shabbat. &quot;Wir <br />
leben heute in einer islamischen Gesellschaft. <br />
 <br />
So wurden wir Moslems, weil wir keine andere Wahl <br />
hatten&quot; so Kalida. <br />
 <br />
EINE EINFACHE MEZUZA AUS HOLZ <br />
 <br />
Die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Irak <br />
reicht 2500 Jahre zurück.,auf die Besetzung des <br />
Königreiches Judäa durch Nebukadnezer. Seit dieser <br />
Zeit, etwa 2000 Jahre lang blühte die jüdische <br />
Gemeinde im Irak., ihre Kultur integrierte sich <br />
vortrefflich in die Sprache und der lokalen <br />
islamischen Kultur. Nach dem zweiten Weltkrieg <br />
lebten noch mehr als 100.000 Juden im Irak. <br />
 <br />
Mit dem nationalen Erwachen in der arabischen Welt <br />
in den 40er und 50er Jahren des vorigen <br />
Jahrhunderts wurden die Juden unerwünscht. In den <br />
50er-Jahren war die irakische Monarchie so sehr <br />
von der Idee angetan, die Juden loszuwerden, dass <br />
ihnen sogar die Erlaubnis gegeben wurde, ihren <br />
gesamten Besitz zu behalten, wenn sie nur die <br />
Staatsbürgerschaft aufgeben und das Land verlassen <br />
würden. <br />
 <br />
Viele folgten dem Ruf und wanderten nach Israel <br />
und in westliche Staaten aus. <br />
 <br />
Das einzige was heute in Bagdad von der Gemeinde <br />
übrig blieb ist eine Synagoge mit gelben Ziegeln <br />
inmitten des BATAWAIN Bezirkes von Bagdad. Das <br />
Gebäude wird durch eine drei Meter hohe Betonwand <br />
verhüllt und ist mit Eisentoren verschlossen. Der <br />
einzige Hinweis auf die Bestimmung des Gebäudes <br />
ist eine kleine Inschrift mit den Namen des des <br />
Platzes und eine einfache Mezuza aus Holz auf der <br />
Eingangstür. In der Synagoge gibt es keinen <br />
Rabbiner, der letzte ging vor 30 Jahren weg.So wie <br />
der Rabbiner wirkt die ganze Gemeinde so, als ob <br />
sie auf dem Wege ist zu verschwinden. </p>
]]></content:encoded>
<link>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=152</link>
<guid>http://www.amerikanski-forum.de/forum/index.php?id=152</guid>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2003 18:52:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ishah</dc:creator>
</item>

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