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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Montag, 15. Mai 2017, 10:46 (vor 215 Tagen)

Nach dem gestrigen Show Down in FCs Geburtsland (und das trotz AMs grandiosen Fehlentscheidungen!) scheint es mit der sogenannten linken Gegenkultur auch in den Parlamenten zu Ende zu gehen.
Auch wenn man es in der ARD immer noch nicht wahrhaben will, der gestrige Abend bei Anne Will machte zum wiederholten Male deutlich, wie sich der linke Mainstream selbst demontiert. Schon die Liste der Teilnehmer und vor allem, wer nicht eingeladen wurde und mit dem eklen Di Lorenzo ersetzt wurde (was der da sollte...?), verdeutlicht den Niedergang der linken Moralisten und den, wenn man der Entwicklung in den USA Validität unterstellt, Aufstieg einer konservativen Gegenkultur.
Was meint ihr?

https://m.youtube.com/watch?v=avb8cwOgVQ8

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Montag, 15. Mai 2017, 18:23 (vor 214 Tagen) @ alex

Times there are changing...

Sehr schön in NRW... die Linke ist Geschichte, zu Bedauern, die 6% der
Grünen. Unbezahlbar aber Trittin und sein Nichtwahrnehmen wollen des
Wähler Willens.
Ja die Elite zweifelt am Volk, darf das Volk denn das? Ja das darf
das Volk und das tut es auch, besonders bei der kommenden BTW.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 15. Mai 2017, 20:26 (vor 214 Tagen) @ alex

Nach dem gestrigen Show Down in FCs Geburtsland (und das trotz AMs grandiosen Fehlentscheidungen!) scheint es mit der sogenannten linken Gegenkultur auch in den Parlamenten zu Ende zu gehen.
Auch wenn man es in der ARD immer noch nicht wahrhaben will, der gestrige Abend bei Anne Will machte zum wiederholten Male deutlich, wie sich der linke Mainstream selbst demontiert. Schon die Liste der Teilnehmer und vor allem, wer nicht eingeladen wurde und mit dem eklen Di Lorenzo ersetzt wurde (was der da sollte...?), verdeutlicht den Niedergang der linken Moralisten und den, wenn man der Entwicklung in den USA Validität unterstellt, Aufstieg einer konservativen Gegenkultur.
Was meint ihr?

https://m.youtube.com/watch?v=avb8cwOgVQ8

Paul Joseph Watson ist nicht konservativ, sondern ein rechtsradikaler Verschwörungshansel. Wir können uns darüber streiten, ob die entsprechende Szene eine Gegen- oder eine Subkultur ist.

Die weit überwiegende Mehrheit der Wähler in NRW, die nichts links gewählt haben, gehört definitiv nicht dazu. Die CDU ist eine zentristische, liberalkonservative Partei, die FDP ist eine klassisch-liberale Partei. Die 7,4% für die AfD zeugen nicht von einer Gegenkultur.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Montag, 15. Mai 2017, 21:04 (vor 214 Tagen) @ NN

Seh es anders rum...nicht die 7,4% AFD sind hier das Argument, das
aber sind die Verluste der Linken und Gruenen!

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 15. Mai 2017, 21:40 (vor 214 Tagen) @ udosefirothh

Seh es anders rum...nicht die 7,4% AFD sind hier das Argument, das
aber sind die Verluste der Linken und Gruenen!


Das ist empirisch nicht haltbar, siehe auch die entsprechende Grafik im Text:

Die AfD konnte ihr Potenzial dagegen vor allem unter Nichtwählern und solchen Stimmberechtigten aktivieren, die bisher eine Kleinstpartei gewählt haben. Rund 420.000 AfD-Wähler stammen laut infratest dimap aus diesem Spektrum. Insgesamt immerhin 110.000 neue Stimmen kamen aber auch von SPD und CDU.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/waehlerwanderung-nrw-landtagswahl-cdu-sp...


Die Linkspartei in NRW hat übrigens nicht verloren, sondern etwas dazu gewonnen und ist nur knapp an der 5%-Hürde gescheitert. Die Gewinne kamen aber hauptsächlich von vormaligen Grün- und SPD-Wählern.


Die Linkspartei steht vor allem im Osten in einem direkteren Konkurrenzverhältnis zur AfD. Auch hier rekrutieren sich viele Wähler der AfD aus Nichtwählern und Wählern von Kleinparteien (vor allem wohl der NPD). Aber verhältnismäßig mehr ehemalige Wähler der Linkspartei haben im Osten AfD gewählt (wobei die Linkspartei hier natürlich einen viel höheren Sockel hat).

Zumal liegen die politischen Extreme auf einigen Politikfeldern nicht weit auseinander.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Dienstag, 16. Mai 2017, 19:23 (vor 213 Tagen) @ NN

Das ist empirisch nicht haltbar,...
___________________________________

Mag wohl sein, trotzdem bleibe ich dabei. Sicher fühlt die AFD
das konservative Vakuum nicht aus, aber die Kerne der Anderen,
die schmelzen dahin.
Es wird schön sein wenn die Grünen und Linken an den 5% Grenzen
der diversen kommenden Wahlen scheitern.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Dienstag, 16. Mai 2017, 21:23 (vor 213 Tagen) @ udosefirothh

Das ist empirisch nicht haltbar,...
___________________________________

Mag wohl sein, trotzdem bleibe ich dabei.

Wobei jetzt?

Sicher fühlt die AFD

das konservative Vakuum nicht aus, aber die Kerne der Anderen,
die schmelzen dahin.
Es wird schön sein wenn die Grünen und Linken an den 5% Grenzen
der diversen kommenden Wahlen scheitern.

Damit wir uns nicht missverstehen: Mein Hauptpunkt war, dass wandernde Grünwähler so gut wie überhaupt nicht zur AfD gewandert sind und es in näherer Zukunft sehr wahrscheinlich auch nicht tun werden. Grünwähler wandern schlicht woanders hin.

Das sieht bei der Linkspartei etwas anders aus. Viele Protest- und/oder Gelegenheitswähler haben in der Vergangenheit Linkspartei gewählt. Die AfD knabbert nun etwas von diesem Revervoir / Potenzial ab.

Gleichwohl: Durch die teils klaren 20%er-Werte im Osten in Verbindung mit 2% - knapp 5% in westlichen Bundesländern* ist die Linkspartei nicht nur sicher im Bundestag drin, sondern wird wahrscheinlich noch vor den Grünen landen.


* Wohlgemerkt: 4,9% im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW sind bzw. wären umgerechnet auf Bundestagswahlen für die Linkspartei eine Menge Holz.

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Donnerstag, 18. Mai 2017, 07:07 (vor 212 Tagen) @ NN

Nach dem gestrigen Show Down in FCs Geburtsland (und das trotz AMs grandiosen Fehlentscheidungen!) scheint es mit der sogenannten linken Gegenkultur auch in den Parlamenten zu Ende zu gehen.
Auch wenn man es in der ARD immer noch nicht wahrhaben will, der gestrige Abend bei Anne Will machte zum wiederholten Male deutlich, wie sich der linke Mainstream selbst demontiert. Schon die Liste der Teilnehmer und vor allem, wer nicht eingeladen wurde und mit dem eklen Di Lorenzo ersetzt wurde (was der da sollte...?), verdeutlicht den Niedergang der linken Moralisten und den, wenn man der Entwicklung in den USA Validität unterstellt, Aufstieg einer konservativen Gegenkultur.
Was meint ihr?

https://m.youtube.com/watch?v=avb8cwOgVQ8


Paul Joseph Watson ist nicht konservativ, sondern ein rechtsradikaler Verschwörungshansel. Wir können uns darüber streiten, ob die entsprechende Szene eine Gegen- oder eine Subkultur ist.

Die weit überwiegende Mehrheit der Wähler in NRW, die nichts links gewählt haben, gehört definitiv nicht dazu. Die CDU ist eine zentristische, liberalkonservative Partei, die FDP ist eine klassisch-liberale Partei. Die 7,4% für die AfD zeugen nicht von einer Gegenkultur.

Dass der Kerl ein rechtsradikaler Verschwörungshansel sein mag, ändert imho nichts daran, dass seine Aussage, dass der linke Mainstream keine Gegenkultur mehr sein kann, nicht per se unsinnig ist.
Dieses Statement führte zu der Frage, was das für die Zukunft Europas bedeuten kann.
Seine Ausführung, dass die Generation Z keine konservative Macht im schlechtesten Sinne erfahren hat, sondern eher genervt ist vom allgegenwärtigen linken Beglückungswahn und beginnt, sich dagegen zur Wehr zu setzen, ist doch durchaus ein vergleichbares Phänomen mit dem Aufstand der 68er gegen das lustfeindliche und reaktionäre Establishment des damaligen Westens.
Von der Muffigkeit und totalitären Spießigkeit des Ostens wollen wir gar nicht reden...
Deswegen könnte die neue Gegenkultur durchaus als konservativ bezeichnet werden, progressiv ist sie allemal.
Zum Konservatismus alter Schule wollen doch selbst die Gruftis der AFD nicht zurück...die als Gegenkultur zu begreifen wäre allerdings dann doch ziemlich verwegen.:-D
Es geht um die Neudefinition des Begriffes "konservativ" oder besser, um die Neubewertung.

Linkssein wurde seit den 60ern als progresssiv definiert.
Scheint mir heute lächerlich angesichts der Gesellschaftskonzepte dieses Lagers, von Progressivität und Zukunftsgewandtheit keine Spur mehr, stattdessen nur noch Kapitalismuskritik mit einer heimlichen Liebe zu einer DDR 2.0, Genderwahnsinn und offene Sympathien für schwachsinnige Ideologien wie den Islam oder Autokraten wie Putin.
Wer sich dagegen stellt, gilt als reaktionärer Schlumpf mit Hang zum offenen Nazismus.
Muss denunziert, bedroht und auch angegriffen werden von der Sturmabteilung der sozialramontischen Antifa...:-D
Wirkt irgendwie vorgestrig...
Das progressive Bild der Linken scheint sich auch im öffentlichen Bewusstsein zu ändern.
Im Rückblick auf die letzten drei Landtagswahlen ziemlich deutlich, bei denen den eher konservativ-liberalen Kräften der Vorzug gegeben wurde, man traut Rot-Rot-Grün nicht mehr zu, die Zukunft zu gestalten.
TROTZ der eklatanten Fehler der Kanzlerin.
Hier noch was zum Amüsieren bezüglich der Hyperventilation über die Vorkommnisse bei der Bundeswehr:
http://www.zellerzeitung.de

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Freitag, 19. Mai 2017, 16:49 (vor 210 Tagen) @ alex

Könnte einer wie Jens Spahn diese konservative Gegenkultur profilieren?

https://www.welt.de/politik/deutschland/article164741317/Wie-Jens-Spahn-ein-schwarz-gru...

Oder gehen wir herrlichen Zeiten entgegen?


https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/der-gordische-knoten-anatoliens/

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Samstag, 20. Mai 2017, 16:11 (vor 209 Tagen) @ alex

Und weil ich es gerade sehr spannend finde, das hier gleich hinterher:

https://www.nzz.ch/feuilleton/meinungsfreiheit-die-linke-macht-den-menschen-wieder-zum-...

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Samstag, 20. Mai 2017, 22:01 (vor 209 Tagen) @ alex

Und weil ich es gerade sehr spannend finde, das hier gleich hinterher:

https://www.nzz.ch/feuilleton/meinungsfreiheit-die-linke-macht-den-menschen-wieder-zum-...


Daraus:

Woran machen Sie diese Verschiebung fest – und wie genau ging sie vonstatten?

Es gibt keine Konservativen mehr. Franz Josef Strauss hat von sich mit Stolz gesagt, er sei ein Konservativer und Rechter – das ist heute undenkbar. Wer sich dem sozialdemokratisch-ökologisch-dirigistischen Konsens verweigert, bezeichnet sich im besten Fall als Mensch der politischen Mitte. Diese Verschiebung der Koordinaten konnte nur gelingen, weil die Linke die Deutungshoheit errungen hat und allein darüber befinden kann, wer als links und wer als rechts zu gelten hat. Dumm nur, dass Liberale und Konservative sich diesen Spielregeln unterworfen haben, deren Geltung sie nicht einfach wieder aufkündigen können.


Auch das widerspricht deiner These von einer konservativen Gegenkultur (jedenfalls in Deutschland).

Um deine These plausibler zu machen, solltest du zumindest ansatzweise definieren, was du unter konservativ / Kultur [etwa: politische Einstellung + Lifestyle] bzw. Gegenkultur* verstehst.

Ich sage: Man muss nicht konservativ sein, um mit den Grünen (oder gar der Linkspartei) wenig bis nichts am Hut zu haben. Ich sehe wenig Grund dafür mich selbst als "Konservativen" zu bezeichnen.

Und dann gibt es noch so einige Leute / Parteien / Gruppierungen, die sich als "konservativ" bezeichnen, aber näher besehen (oder auch auf den ersten Blick) wenig bis nichts mit den Konservatismus im Westen, sagen wir mal: nach bzw. seit dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam haben. Und wenn nun Le Pen, Farage AfD und Co. auch von mainstreamigeren Linken, die ich nicht mag und die häufig zu großzügig mit dem Prädikat rechts bzw. rechtsradikal sind, als rechts, rechtsradikal, nationalistisch und/oder rechtspopulistisch bezeichnet werden, dann liegen sie da nicht falsch.

Ökonomischer Protektionsmus ist nicht konservativ (jedenfalls nicht im 20. Jhd.), ein Sozialstaat mit allen Schikanen ist nicht konservativ, Kulturrassismus ist nicht konservativ und die weitgehende bis völlige Ablehnung von Einwanderung ist auch nicht konservativ.


* Die trotzkistischen Vollspassten, die gegen Baberowski agitieren, könnte man als Teil einer linksradikalen/linksextremen Gegenkultur definieren. Allein: Diese Gegen- oder Subkultur gibt es so oder so ähnlich schon länger, und ihre Wirkmächtigkeit ist momentan insgesamt betrachtet begrenzt.

Der größte politische Erfolg von Linksradikalen / Linksextremisten in westlichen Breiten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war wohl die weitgehende Übernahme der britischen (mittelinks) Labour-Partei. Das ist ein gutes Beispiel für eine gut organisierte Minderheit, die sich durchsetzt.

Der politische Einfluss der Grünen in Deutschland wiederum mag nun, gemessen an der absoluten Zahl ihrer Wählerstimmen, überproportional groß sein, vor allem weil überproportional viele Journalisten ökig eingestellt sind und die SPD in vielen Bundesländern nur mit den Grünen den Ministerpräsidenten stellen konnte / kann. Gleichwohl konnten und können die Grünen nur deshalb so herumnerven (und mitunter sogar eher links eingestellten Leuten auf den Sack gehen), weil sie sich schon pragmatisiert und entradikalsiert haben.

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Sonntag, 21. Mai 2017, 11:04 (vor 209 Tagen) @ NN

Und weil ich es gerade sehr spannend finde, das hier gleich hinterher:

https://www.nzz.ch/feuilleton/meinungsfreiheit-die-linke-macht-den-menschen-wieder-zum-...

Daraus:

Woran machen Sie diese Verschiebung fest – und wie genau ging sie vonstatten?

Es gibt keine Konservativen mehr. Franz Josef Strauss hat von sich mit Stolz gesagt, er sei ein Konservativer und Rechter – das ist heute undenkbar. Wer sich dem sozialdemokratisch-ökologisch-dirigistischen Konsens verweigert, bezeichnet sich im besten Fall als Mensch der politischen Mitte. Diese Verschiebung der Koordinaten konnte nur gelingen, weil die Linke die Deutungshoheit errungen hat und allein darüber befinden kann, wer als links und wer als rechts zu gelten hat. Dumm nur, dass Liberale und Konservative sich diesen Spielregeln unterworfen haben, deren Geltung sie nicht einfach wieder aufkündigen können.


Auch das widerspricht deiner These von einer konservativen Gegenkultur (jedenfalls in Deutschland).

Um deine These plausibler zu machen, solltest du zumindest ansatzweise definieren, was du unter konservativ / Kultur [etwa: politische Einstellung + Lifestyle] bzw. Gegenkultur* verstehst.

Wie aus meinem Beiträgen ersichtlich, bin ich selbst auf der Suche nach einer modernen Deutung dieses Begriffs, als These habe ich primär in den Raum gestellt, dass das postmoderne linke Establishment aufgrund seiner Macht keine Gegenkultur mehr sein kann und sich da etwas anderes zu entwickeln scheint, das der "rechtsradikale Verschwörungshansel" konservativ bennannt hat.

Hier ein Zitat eines Textes, den ich noch verlinke und der die Definition eines aktuellen Konservatismus versucht:

Das Streben, den Status quo zu „zerschlagen“, verbreitete Annahmen und mächtige Institutionen herauszufordern und sich für Marginalisierte einzusetzen, ist durchaus liberal. Sich dem entgegenzustellen, ist entschieden konservativ. Erstmals in der Geschichte sind wir jedoch an einem Punkt angelangt, an dem der Status quo durchweg liberal geprägt ist. Der heutige Liberalismus tritt für Freiheit und Gleichheit ein, unabhängig von Geschlecht, Ethnie oder Sexualität. Daraus resultiert eine verwirrende Situation, in der Liberale, welche diesen Status quo erhalten möchten, als konservativ gelten, und jene, die den Konservativismus um jeden Preis bekämpfen wollen, zu Verteidigern von Irrationalismus und Illiberalismus werden. Haben die frühen Postmodernisten noch dem Diskurs den Diskurs entgegengesetzt, folgen heutige Aktivisten postmodernen Ideen zu ihrer logischen Konsequenz und verhalten sich zunehmend autoritär.

Ich sage: Man muss nicht konservativ sein, um mit den Grünen (oder gar der Linkspartei) wenig bis nichts am Hut zu haben. Ich sehe wenig Grund dafür mich selbst als "Konservativen" zu bezeichnen.

Ich sage: Man muss nicht konservativ sein, um mit den Grünen (oder gar der Linkspartei) wenig bis nichts am Hut zu haben. Ich sehe wenig Grund dafür mich selbst als "Konservativen" zu bezeichnen.

Und dann gibt es noch so einige Leute / Parteien / Gruppierungen, die sich als "konservativ" bezeichnen, aber näher besehen (oder auch auf den ersten Blick) wenig bis nichts mit den Konservatismus im Westen, sagen wir mal: nach bzw. seit dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam haben. Und wenn nun Le Pen, Farage AfD und Co. auch von mainstreamigeren Linken, die ich nicht mag und die häufig zu großzügig mit dem Prädikat rechts bzw. rechtsradikal sind, als rechts, rechtsradikal, nationalistisch und/oder rechtspopulistisch bezeichnet werden, dann liegen sie da nicht falsch.

Ökonomischer Protektionsmus ist nicht konservativ (jedenfalls nicht im 20. Jhd.), ein Sozialstaat mit allen Schikanen ist nicht konservativ, Kulturrassismus ist nicht konservativ und die weitgehende bis völlige Ablehnung von Einwanderung ist auch nicht konservativ.


* Die trotzkistischen Vollspassten, die gegen Baberowski agitieren, könnte man als Teil einer linksradikalen/linksextremen Gegenkultur definieren. Allein: Diese Gegen- oder Subkultur gibt es so oder so ähnlich schon länger, und ihre Wirkmächtigkeit ist momentan insgesamt betrachtet begrenzt.

Der größte politische Erfolg von Linksradikalen / Linksextremisten in westlichen Breiten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war wohl die weitgehende Übernahme der britischen (mittelinks) Labour-Partei. Das ist ein gutes Beispiel für eine gut organisierte Minderheit, die sich durchsetzt.

Der politische Einfluss der Grünen in Deutschland wiederum mag nun, gemessen an der absoluten Zahl ihrer Wählerstimmen, überproportional groß sein, vor allem weil überproportional viele Journalisten ökig eingestellt sind und die SPD in vielen Bundesländern nur mit den Grünen den Ministerpräsidenten stellen konnte / kann. Gleichwohl konnten und können die Grünen nur deshalb so herumnerven (und mitunter sogar eher links eingestellten Leuten auf den Sack gehen), weil sie sich schon pragmatisiert und entradikalsiert haben.

Hier der Link zu dem Text, aus dem mein Zitat stammt.

https://www.ruhrbarone.de/wie-der-postmodernismus-die-aufklaerung-abwickelt/142698

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Albert Schweizer, Montag, 19. Juni 2017, 23:55 (vor 179 Tagen) @ NN

Und weil ich es gerade sehr spannend finde, das hier gleich hinterher:

https://www.nzz.ch/feuilleton/meinungsfreiheit-die-linke-macht-den-menschen-wieder-zum-...

Daraus:

Woran machen Sie diese Verschiebung fest – und wie genau ging sie vonstatten?

Es gibt keine Konservativen mehr. Franz Josef Strauss hat von sich mit Stolz gesagt, er sei ein Konservativer und Rechter – das ist heute undenkbar. Wer sich dem sozialdemokratisch-ökologisch-dirigistischen Konsens verweigert, bezeichnet sich im besten Fall als Mensch der politischen Mitte. Diese Verschiebung der Koordinaten konnte nur gelingen, weil die Linke die Deutungshoheit errungen hat und allein darüber befinden kann, wer als links und wer als rechts zu gelten hat. Dumm nur, dass Liberale und Konservative sich diesen Spielregeln unterworfen haben, deren Geltung sie nicht einfach wieder aufkündigen können.


Auch das widerspricht deiner These von einer konservativen Gegenkultur (jedenfalls in Deutschland).

Um deine These plausibler zu machen, solltest du zumindest ansatzweise definieren, was du unter konservativ / Kultur [etwa: politische Einstellung + Lifestyle] bzw. Gegenkultur* verstehst.

Ich sage: Man muss nicht konservativ sein, um mit den Grünen (oder gar der Linkspartei) wenig bis nichts am Hut zu haben. Ich sehe wenig Grund dafür mich selbst als "Konservativen" zu bezeichnen.

Und dann gibt es noch so einige Leute / Parteien / Gruppierungen, die sich als "konservativ" bezeichnen, aber näher besehen (oder auch auf den ersten Blick) wenig bis nichts mit den Konservatismus im Westen, sagen wir mal: nach bzw. seit dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam haben. Und wenn nun Le Pen, Farage AfD und Co. auch von mainstreamigeren Linken, die ich nicht mag und die häufig zu großzügig mit dem Prädikat rechts bzw. rechtsradikal sind, als rechts, rechtsradikal, nationalistisch und/oder rechtspopulistisch bezeichnet werden, dann liegen sie da nicht falsch.

Ökonomischer Protektionsmus ist nicht konservativ (jedenfalls nicht im 20. Jhd.), ein Sozialstaat mit allen Schikanen ist nicht konservativ, Kulturrassismus ist nicht konservativ und die weitgehende bis völlige Ablehnung von Einwanderung ist auch nicht konservativ.


* Die trotzkistischen Vollspassten, die gegen Baberowski agitieren, könnte man als Teil einer linksradikalen/linksextremen Gegenkultur definieren. Allein: Diese Gegen- oder Subkultur gibt es so oder so ähnlich schon länger, und ihre Wirkmächtigkeit ist momentan insgesamt betrachtet begrenzt.

Der größte politische Erfolg von Linksradikalen / Linksextremisten in westlichen Breiten nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war wohl die weitgehende Übernahme der britischen (mittelinks) Labour-Partei. Das ist ein gutes Beispiel für eine gut organisierte Minderheit, die sich durchsetzt.

Der politische Einfluss der Grünen in Deutschland wiederum mag nun, gemessen an der absoluten Zahl ihrer Wählerstimmen, überproportional groß sein, vor allem weil überproportional viele Journalisten ökig eingestellt sind und die SPD in vielen Bundesländern nur mit den Grünen den Ministerpräsidenten stellen konnte / kann. Gleichwohl konnten und können die Grünen nur deshalb so herumnerven (und mitunter sogar eher links eingestellten Leuten auf den Sack gehen), weil sie sich schon pragmatisiert und entradikalsiert haben.

Wenns denn nur Öko wäre. Allein das Etikett «Bio» macht aus einer Kohlekraft -Nation Deutschland noch keine grüne. Von der deutschen Automobilindustrie ganz zu schweigen.

Völlig verlogen die Verkehrspolitik (hier in Deutschland die löbliche Ausnahme): Alles wird auf den OeV gesetzt, dieser kollektive, gut kontrollierbare Massentransport. Das lieben die Linken, dort kann man «Verkehrsströme steuern», nicht nach ökonomischen, verkehrstechnisch vernünftigen, ressourcenschonenden oder sozialen, sondern nach ideologischen Massstäben. Dabei weiss jeder Idiot, dass in 10 Jahren die alternativen Antriebe (Elektro, Wasserstoff) die schädlichen Seiten des individuellen Verkehrs beseitigt haben, Selbstfahrerautos minimieren die Unfälle. Dazu braucht es Strassen. Und die will man aber partout nicht bauen. Schwachsinn.

Die «Pragmatische Mitte» sollte Mut zeigen und sich dem Thema unideologisch annehmen: Die kalifornische «Green Tech» kann man für doof halten oder nicht. Sie ist die Zukunft. Das haben viele Unternehmen schon längst erkannt.

PS.: Faschisten und Linke sind entweder Nationalsozialisten oder nationale Sozialisten - einen Unterschied liegt im Lifestyle, nicht im Kern. Dort sind sie gleich.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 15. Mai 2017, 22:24 (vor 214 Tagen) @ alex
bearbeitet von NN, Montag, 15. Mai 2017, 22:46

Nachtrag, präzisierend:

Man kann natürlich in Bezug auf wetliche Staaten insgesamt von einer Welle des Nationalismus / Rechtspopulismus sprechen.

Aber auch hier stellt sich a) jeweils die Frage, ob und wenn ja, inwieweit dieser Nationalismus / Rechtspopulismus konservativ ist.

b) Stellt sich jeweils die Frage, ob und wenn ja, inwieweit die tatsächliche (oder auch vermeintliche) Elite, gegen die nationalistische / rechtspopulistische Bewegungen zu Felde ziehen, links / linksliberal ist.

In Großbritannien hat sich die konservative Partei in die Tat an die Spitze des Rechtspopulismus / Nationalismus gesetzt. So sehr, dass es noch kaum jemand für nötig erachtet, UKIP zu wählen. Die Regierung Cameron war aber nicht links, auch nicht linksliberal. Ebenso haben meines Erachtens auch die britischen Medien einen weniger starken "linksliberalen Überhang" als die deutschen Medien.

Daneben können wir aber in Frankreich (Melenchon), Spanien (Podemos) und Italien (5 Sterne) recht erfolgreiche Kandidaten und Bewegungen beobachten, die, von links kommend, eine teils stramm nationalistische Wirtschaftspolitik propagieren.

Gegen links oder gegen linksliberal ist das nicht oder zumindest nicht ganz, jedenfalls nicht in einer kulturellen Dimension.*


Lange Rede, kurzer Sinn:

Das Ganze ähnelt - zumindest zum Teil - eher einer politischen Frontstellung des 19. Jahrhunderts: Konservative (genauer: Alt- bzw. Paläokonservative) Protektionisten und Etatisten gegen liberale Freihändler (Nationalliberale bis Linksliberale).**


Die USA wiederum sind nochmal ein eigenes / anderes Blatt. Hier wäre ich noch am ehesten geneigt, neben politischen Konflikten, eben auch eine Art Kulturkampf zu konstatieren. (Aber eben nicht in NRW. Und als rotrotgrün ablehnender Wahlberliner gehe ich ja auch in den Öko-Supermarkt, ohne dabei ständig die Krise zu kriegen.)

Was die ökononomische Dimension der Gemengelage anbetrifft, lässt sich allerdings nicht oder zumindest weniger von einem einfachen Rechts/Links-Konflikt sprechen, geschweige denn von einem Kulturkampf. Es gibt sowohl (eher) rechte und (eher) linke Freihändler als auch (eher) linke und (eher) rechte Protektionisten.

* Wobei auch hier, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei Le Pens und AfDelrs, eine Zuneigung zum Kreml vorhanden ist. Die Verehrung der fleischgewordenen Reaktion ist sehr unlinks. Mit Blick auf die verkommendsten Teile der US-Republikaner ist dergleichen zumindest stimmiger.


** Als Fußnote: Die Labour-Partei stand im 19. Jahrhundert zumeist auf Seiten der Freihändler, weil durch den Protektionismis die Getreidepreise hoch gehalten wurden. Ähnlich verhielt es sich mit der damaligen Sozialdemokratie: Bismarcks Protektionismus schützte nicht zuletzt die ostelbischen Junker.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Divara @, Montag, 15. Mai 2017, 22:42 (vor 214 Tagen) @ NN

Ihr liegt alle falsch. Man hat nicht konservativ gewählt. Man hat Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann abgewählt. Laschet hat nicht viel mehr anzubieten, aber man wollte diese zwei nicht mehr sehen.
Was am Bildungssystem gerade noch übrig war, hat Löhrmann auch noch vor die Wand gefahren.
Und Hannelore Kraft hat nichts gemacht ausßer in Weiß heiraten.

Die SPD begreift nicht, dass es "den kleinen Mann" nicht mehr gibt. Niemand will das sein. Die Wohnküchen mit den vier Kindern, die im Essensdunst Hausaufgaben machen, sind passé.

Reale Probleme sind: Rentner, mangelndes Personal in Pflegeeinrichtungen, Bildungspolitik und vor allem die muslimische Invasion. Eben wegen letzterer soll Merkel nicht glauben, diese Wahl sei eine Testwahl für sie. Es war nur eine Abwahl. Eine Partei, die zu alt wird und keine neuen Ziele findet, hat ausgedient. Und Martin war nun wirklich kein "Zug".

Wie es weitergeht, werden wir sehen. Hauptsache kein Zickenalalrm mehr.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Dienstag, 16. Mai 2017, 19:35 (vor 213 Tagen) @ alex

...verdeutlicht den Niedergang der linken Moralisten und den, wenn man der Entwicklung in den USA Validität unterstellt, Aufstieg einer konservativen Gegenkultur.
__________________________________________________________________________

In den USA schon, bei uns aber nicht; dafür fehlt das mediale Umfeld aller
VOX und Gruppierungen aller tea party.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Oblomow, Freitag, 18. August 2017, 07:44 (vor 120 Tagen) @ alex

Und was sagt die ältere Garde der { Werte- } konservativen "Philosophen"?

Hier Göörtruud und die Altersweisheit zu Macht, Demokratie. Oder generell Staatsraison.

https://www.youtube.com/watch?v=e4gpz9K06Lk

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Freitag, 18. August 2017, 17:43 (vor 119 Tagen) @ Oblomow

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Schlemiel, Montag, 21. August 2017, 10:18 (vor 117 Tagen) @ udosefirothh

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.


Achtung, Deutscher!

Die Schweiz war immer ein Staat, die sich eine Armee gehalten hat.

Preussen hingegen war eine Armee, die sich einen Staat gehalten hat.

Die preussischen Tugenden sind also für die Tonne.

Die Deutschen haben sich endlich ihre eigene «Demokratie» gezimmert: Ein Führer (wider Willen?), der die Geschicke lenkt und «die Sache schon richtig macht». Helmut Schmidt hat also Recht, wenn er bei den Deutschen ein «eingeschränktes Demokratieverständis» auch heute oder gerade heute vermutet.

Fairerweise muss man aber zugestehen, dass sich aus dem christlich fundamentalistischen Programm heraus eine Art Allparteien -Koalition gebildet hat. Die wenigen SPD -Anhänger müssen nicht zetern, sie haben Energiewende, Frauenquote, Mindestlohn und Homo -Ehe durchgedrückt. Die CDU ist also weit nach links gerückt, selbst in der Flüchtlingsfrage (zumindest bis vor einigen Monaten). Eine Strategie, die auf Schröders Mist gewachsen ist (immer weit möglichst dem anderen die Wähler abgrasen). Und was die SPD kann, können die biederen Konservativen schon lange. Zurück bleiben die Rechten, die sich vielleicht auf die AfD konzentrieren. Oder gleich zuhause bleiben.

Man wird es sehen.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 21. August 2017, 21:16 (vor 116 Tagen) @ Schlemiel

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.

Achtung, Deutscher!

Die Schweiz war immer ein Staat, die sich eine Armee gehalten hat.

Preussen hingegen war eine Armee, die sich einen Staat gehalten hat.

Die preussischen Tugenden sind also für die Tonne.

Die Deutschen haben sich endlich ihre eigene «Demokratie» gezimmert: Ein Führer (wider Willen?), der die Geschicke lenkt und «die Sache schon richtig macht». Helmut Schmidt hat also Recht, wenn er bei den Deutschen ein «eingeschränktes Demokratieverständis» auch heute oder gerade heute vermutet.

Das trifft auf manche Leute sicherlich zu. Helmut Schmidt d. g. Alte hatte dabei allerdings auch eine gewisse Avantgarde-Funktion. Bedingungslos friedenseliges Gelabere gegenüber Herrn Putin zeugt wieder vom deutschen Sonderweg.

Fairerweise muss man aber zugestehen, dass sich aus dem christlich fundamentalistischen Programm heraus eine Art Allparteien -Koalition gebildet hat. Die wenigen SPD -Anhänger müssen nicht zetern, sie haben Energiewende, Frauenquote, Mindestlohn und Homo -Ehe durchgedrückt. Die CDU ist also weit nach links gerückt, selbst in der Flüchtlingsfrage (zumindest bis vor einigen Monaten). Eine Strategie, die auf Schröders Mist gewachsen ist (immer weit möglichst dem anderen die Wähler abgrasen).
[/b][/color]

Die Schweizer Konkordanz mag mitunter so weit gehen, dass man dem anderen ebenso bereitwillig wie freundlich Wähler überlässt. Das Abgrasen von Wählern ist gleichwohl nicht Gerhard Schröders Erfindung.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Dienstag, 22. August 2017, 20:14 (vor 115 Tagen) @ NN

Einfach gesagt..zu Staub mit allen Feinden Brandenburgs.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Schlemiel, Donnerstag, 31. August 2017, 10:55 (vor 107 Tagen) @ NN

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.

Achtung, Deutscher!

Die Schweiz war immer ein Staat, die sich eine Armee gehalten hat.

Preussen hingegen war eine Armee, die sich einen Staat gehalten hat.

Die preussischen Tugenden sind also für die Tonne.

Die Deutschen haben sich endlich ihre eigene «Demokratie» gezimmert: Ein Führer (wider Willen?), der die Geschicke lenkt und «die Sache schon richtig macht». Helmut Schmidt hat also Recht, wenn er bei den Deutschen ein «eingeschränktes Demokratieverständis» auch heute oder gerade heute vermutet.


Das trifft auf manche Leute sicherlich zu. Helmut Schmidt d. g. Alte hatte dabei allerdings auch eine gewisse Avantgarde-Funktion. Bedingungslos friedenseliges Gelabere gegenüber Herrn Putin zeugt wieder vom deutschen Sonderweg.

Fairerweise muss man aber zugestehen, dass sich aus dem christlich fundamentalistischen Programm heraus eine Art Allparteien -Koalition gebildet hat. Die wenigen SPD -Anhänger müssen nicht zetern, sie haben Energiewende, Frauenquote, Mindestlohn und Homo -Ehe durchgedrückt. Die CDU ist also weit nach links gerückt, selbst in der Flüchtlingsfrage (zumindest bis vor einigen Monaten). Eine Strategie, die auf Schröders Mist gewachsen ist (immer weit möglichst dem anderen die Wähler abgrasen).
[/b][/color]


Die Schweizer Konkordanz mag mitunter so weit gehen, dass man dem anderen ebenso bereitwillig wie freundlich Wähler überlässt. Das Abgrasen von Wählern ist gleichwohl nicht Gerhard Schröders Erfindung.

Schweizer Politik funktioniert nach dem chinesischen Modell: Man nehme ein Zentralkomitee, ein «Parlament», Gouverneure und Stadtregierungen, und zuunterst das Volk. Dann kehre man das Ganze auf den Kopf. Da der Bundesrat nur «Botschaften» dem Parlament zukommen lässt, das diese dann berät, in die Kantone weitergibt und schliesslich dem Volk vorlegen muss, ist Deutschland mit seinem weissrussischen Prinzip («Kanzlermehrheit») nicht vergleichbar.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Samstag, 02. September 2017, 11:15 (vor 105 Tagen) @ Schlemiel

"Schweizer Politik funktioniert nach dem chinesischen Modell: Man nehme ein Zentralkomitee, ein «Parlament», Gouverneure und Stadtregierungen, und zuunterst das Volk."
____________________________________________________________________________________

Das erklärt dann einiges...

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Albert Schweizer, Montag, 11. September 2017, 20:06 (vor 95 Tagen) @ udosefirothh

"Schweizer Politik funktioniert nach dem chinesischen Modell: Man nehme ein Zentralkomitee, ein «Parlament», Gouverneure und Stadtregierungen, und zuunterst das Volk."
____________________________________________________________________________________

Das erklärt dann einiges...

Direkte Demokratie, mehr zum Thema hier:

«Die direkte Demokratie ist in der Schweiz so ausgestaltet, dass die Stimmbürger als Souverän auf allen Staatsebenen (Gemeinde, Kanton, Bundesstaat) als Inhaber der obersten Gewalt (Souverän) in Sachfragen abschliessend entscheiden können. Für die überwiegende Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer ist die direkte Demokratie ein zentrales Element der Schweizer Staatsordnung. In keinem anderen Staat der Welt gibt es auf nationaler Ebene auch nur annähernd so weitgehende direkte Volksrechte. »

(wikipedia)

«Deutschland hat im engeren Sinne keine Demokratie. Deutschland kennt das Prinzip der Kanzlermehrheit (Partei und Parlamentsmehrheit), also keine checks and balances und andere freien Strukturen: Oben befehlen, unten gehorchen. Siehe auch «Untertan» und «preussischer Kadavergehorsam».

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 21. August 2017, 21:04 (vor 116 Tagen) @ udosefirothh

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.

Konsequent:

Pollster calls "voting intention?"

"Habsburg-Carlist"

"What?"

"H-a-b-s-b-u-r-g C-a-r-l-i-s-t"

"I have to enter that manually"

"Really?"

https://twitter.com/GrayConnolly/status/899087654133784577

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Oblomow, Mittwoch, 20. September 2017, 09:06 (vor 87 Tagen) @ udosefirothh

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.

Genossen,

falls Ihr Euch noch nicht entschieden haben solltet, ........... der kurze Wahlspot kann eventuell Hilfestellung geben. ;-9

http://www.ardmediathek.de/tv/Morgenmagazin/Wahlsong-Bart-oder-Raute/Das-Erste/Video?bc...

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Donnerstag, 21. September 2017, 03:04 (vor 86 Tagen) @ Oblomow

"...generell Staatsraison°
_________________________

Mein lieber Oblomow, selbst eingestanden bin ich ja ein Reaktionär,
Anhänger des Ancien Regimes, hier aber sehe ich eher die Tendenz zur
Staatsraison. Befremdlich für das jetzige Deutschland, ehemals aber
eine der preußischen Tugenden.


Genossen,

falls Ihr Euch noch nicht entschieden haben solltet, ........... der kurze Wahlspot kann eventuell Hilfestellung geben. ;-9

http://www.ardmediathek.de/tv/Morgenmagazin/Wahlsong-Bart-oder-Raute/Das-Erste/Video?bc...

Hat nicht wirklich geholfen...:-D

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Donnerstag, 21. September 2017, 20:14 (vor 85 Tagen) @ alex

Werfe mal 14 % AFD im Ring.

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Donnerstag, 21. September 2017, 21:34 (vor 85 Tagen) @ udosefirothh

Werfe mal 14 % AFD im Ring.

Wir könnten ja ein Spiel daraus machen.
Allerdings mit mehreren Parteien.
Und dann Sonntag schauen, wer am nächsten dran war... :-D

Tippabgabeschluss wäre Sonntag um 17:30.

Folgende Parteien sollten getippt werden:

CDU
SPD
FDP
GRÜNE
AFD
LINKE
SONSTIGE

Jede Abweichung vom Endergebnis der einzelnen Parteien wird aufsummiert, der mit der geringsten Summe ist der Wettkönig.

AFD 14% könnte passen, aber wie sehr täuschen wir uns bei den anderen Parteien? :-D

Konservativ-die neue Gegenkultur?

udosefirothh, Freitag, 22. September 2017, 16:47 (vor 84 Tagen) @ alex

OK, wie folgt...
CDU 37 %
SPD 22 %
FDP 9 %
GRÜNE 6,9 %
AFD 14 %
LINKE 8 %
SONSTIGE der Rest halt

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Jana @, Samstag, 23. September 2017, 22:40 (vor 83 Tagen) @ alex

Okay, dann will ich auch mal:

CDU - 32
SPD - 19
FDP - 12
GRÜNE - 6
AFD - 15
LINKE - 11
SONSTIGE -5

Schönes Wochenende,
Jana

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Sonntag, 24. September 2017, 00:41 (vor 83 Tagen) @ Jana

Mein Tipp:

CDU : 35,5
SPD : 21,5
FDP : 11,0
AFD : 10,5
LINKE: 9,0
GRÜNE: 7,5
Sonst: 5,0


Btw., jeder kann seinen Tipp noch bis morgen 17:30 ändern.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Oblomow, Sonntag, 24. September 2017, 05:04 (vor 83 Tagen) @ alex

Mein Tipp:

CDU 33,3

SPD 19,7

GRÜ 7,3

FDP 12,6

LINK 8,3

AFD 15,6


(( Rest 3,2 ))

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Sonntag, 24. September 2017, 18:08 (vor 82 Tagen) @ Oblomow

WOW!

SPD geht in die Opposition!

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Sonntag, 24. September 2017, 19:11 (vor 82 Tagen) @ alex

WOW!

SPD geht in die Opposition!

- Da werden sich SPD, AfD und Linksparten einen Überbietungswettbewerb in Sachen kremlfreundlichste Oppositionspartei liefern.

- Jetzt sitzen neben den rotlackierten Faschisten auch noch die anderen Faschisten in sensibleren Ausschüssen und werden so ziemlich alles nach Moskau tragen.

Andererseits: Schröder-Spezi Sigmar Gabriel ist dem Vernehmen nach die längste Zeit Außenminister gewesen.

- Daneben: Falls Cem Özdemir Außenminister werden sollte, werden AfDler und Erdoganisten mal eine kleine Hass-Koalition schmieden.

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Sonntag, 24. September 2017, 20:38 (vor 82 Tagen) @ NN

WOW!

SPD geht in die Opposition!


- Da werden sich SPD, AfD und Linksparten einen Überbietungswettbewerb in Sachen kremlfreundlichste Oppositionspartei liefern.

- Jetzt sitzen neben den rotlackierten Faschisten auch noch die anderen Faschisten in sensibleren Ausschüssen und werden so ziemlich alles nach Moskau tragen.

Andererseits: Schröder-Spezi Sigmar Gabriel ist dem Vernehmen nach die längste Zeit Außenminister gewesen.

- Daneben: Falls Cem Özdemir Außenminister werden sollte, werden AfDler und Erdoganisten mal eine kleine Hass-Koalition schmieden.

Da bin ich sehr gespannt.
Dein Szenario erinnert ein bisschen an „Asterix und die Goten“... :-D
ich bin erst mal froh über das Ende der Groko.
Das werden muntere Zeiten.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Sonntag, 24. September 2017, 21:27 (vor 82 Tagen) @ alex

WOW!

SPD geht in die Opposition!


- Da werden sich SPD, AfD und Linksparten einen Überbietungswettbewerb in Sachen kremlfreundlichste Oppositionspartei liefern.

- Jetzt sitzen neben den rotlackierten Faschisten auch noch die anderen Faschisten in sensibleren Ausschüssen und werden so ziemlich alles nach Moskau tragen.

Andererseits: Schröder-Spezi Sigmar Gabriel ist dem Vernehmen nach die längste Zeit Außenminister gewesen.

- Daneben: Falls Cem Özdemir Außenminister werden sollte, werden AfDler und Erdoganisten mal eine kleine Hass-Koalition schmieden.


Da bin ich sehr gespannt.
Dein Szenario erinnert ein bisschen an „Asterix und die Goten“... :-D
ich bin erst mal froh über das Ende der Groko.
Das werden muntere Zeiten.

Ja, es gibt meherere offene Fragen.


Z.B.: Mal sehen, ob Jens Spahn aufsteigt.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

NN, Montag, 25. September 2017, 20:54 (vor 81 Tagen) @ alex

WOW!

SPD geht in die Opposition!


- Da werden sich SPD, AfD und Linksparten einen Überbietungswettbewerb in Sachen kremlfreundlichste Oppositionspartei liefern.

- Jetzt sitzen neben den rotlackierten Faschisten auch noch die anderen Faschisten in sensibleren Ausschüssen und werden so ziemlich alles nach Moskau tragen.

Andererseits: Schröder-Spezi Sigmar Gabriel ist dem Vernehmen nach die längste Zeit Außenminister gewesen.

- Daneben: Falls Cem Özdemir Außenminister werden sollte, werden AfDler und Erdoganisten mal eine kleine Hass-Koalition schmieden.


Da bin ich sehr gespannt.
Dein Szenario erinnert ein bisschen an „Asterix und die Goten“... :-D


Ich kenne jetzt Asterix und die Goten nicht, aber man soll den Humor nicht verlieren.

ich bin erst mal froh über das Ende der Groko.
Das werden muntere Zeiten.


Gleichwohl möchte ich hiermit nachtragen, dass es auch nicht schaden kann, wachsam zu sein.

- Trumps Delirieren ist auch eingedenk einer gewissen institutionellen Einhegung, teilweise qualifzierten Beratern und manchen wirklich freiheitsliebenden konservativen Amerikanern nicht wirklich beruhigend.

- Macron ist (noch?) weit davon entfernt. Frankreich halbwegs reformiert und etwas dynamisiert zu haben.

- Und Großritannien wird trotz Brexit Europa und zumal die NATO nicht ganz verlassen. Der Oppositionsführer ist Jeremy Corbyn; momentan würde er May, die alles andere als brilliert, wohl schlagen.


Da wäre Schwarzgelb wirklich besser gewesen.

Dafür, dass Jamaica überhaupt zu Stande kommt, sehe ich vor allem zwei Hürden:

1. Katrin Göring-Eckhardt und die grüne Basis. KGE ist linksprotestantische Rigidität pur.

2. Horst Seehofer, der aus dem für die CSU besonders schlechten Wahlergebnis wirklich den (einzigen) Schluss gezogen zu haben scheint, dass die CSU nicht rechtspopulistisch genug war.


Wir sind nun keine politischen Akteure. So gesehen ist es egal, ob wir wachsam sind oder nicht oder ob wir die angespannte politische Szenerie im Westen nur als unterhaltsame Freakshow begreifen oder einen gewissen Ernst im Hinterkopf behalten.

Die Bedrohung durch den militanten Islamismus macht neue Bundestagsabgeordnete nicht besser, die wieder Stolz auf die Leistung der Soldaten der Wehrmacht haben wollen oder den Holocaust relativieren. Dasselbe gilt für die zutiefst reaktionäre Diktatur in Russland, die außenpolitisch (neben Expansionismus natürlich) nichts lieber betreibt, als Risse in westlichen Gesellschaften und politischen Systemen zu vertiefen.

Lange Rede, kurzer Sinn: In diesem Rahmen kann und soll man auch Witze machen, aber als bloße Freakshow sollte das alles nicht erscheinen.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Final Cut, Montag, 25. September 2017, 01:52 (vor 82 Tagen) @ Oblomow

Ich hätte uns gerne ein anderes Wahlergebnis ermöglicht, mein lieber Oblomow, nun mache ich mir Vorwürfe,dass ich doch zu früh die politische Bühne verlassen habe.
Wären Sie denn noch rüstig genug und willig den Klassenkampf mittels digitaler Technik fortzuführen? (Codewort Cyberwar)

Ihr FC


PS.
Wie ich sehe, haben Sie leider Ihre Kontakte in Berlin nicht rechtzeitig mobilisieren können. Tegel bleibt offen.

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Oblomow, Montag, 25. September 2017, 05:41 (vor 82 Tagen) @ Final Cut

Ich hätte uns gerne ein anderes Wahlergebnis ermöglicht, mein lieber Oblomow, nun mache ich mir Vorwürfe,dass ich doch zu früh die politische Bühne verlassen habe.
Wären Sie denn noch rüstig genug und willig den Klassenkampf mittels digitaler Technik fortzuführen? (Codewort Cyberwar)

Ihr FC


PS.
Wie ich sehe, haben Sie leider Ihre Kontakte in Berlin nicht rechtzeitig mobilisieren können. Tegel bleibt offen.


Genosse Cut, kommen Sie jetzt erst von der Wahlparty? (( Die Linke hat sich ja recht gut gehalten. ))

Meine "Schätzung" war meine Prognose, nicht mein Wunschergebnis.
Aber ein Klassenziel ist erreicht: Es wird nach langer Zeit wieder heftigere Debatten im Bundestag geben.
Und nicht die einsamen Entscheidungen im Dienstwagen.

Um die SPD ( und deren Entscheidung, eine Runde auszusetzen ) müssen Sie nicht trauern. Bald wird die Partei
wieder präsent sein, um mit Spahn { CDU } auf Augenhöhe über Koalitionsvereinbarungen zu verhandeln.
Womöglich wird - leider, leider - Andrea Nahles auf Seiten der SPD die Verhandlungen führen.
Der Generationswechsel kommt etwas früh........

[image]

Hinsichtlich Flughafen TXL .......
Ich habe für Weiterbetrieb gestimmt { wie vor Jahren auch im Falle Tempelhof THF }, und das Ergebnis ( 56% ) war
dementsprechend.
Was allerdings wenig bedeutet, da beim Flughafen TXL auch noch das Land Brandenburg und die BRD mitreden.
Es bleibt die Aufforderung an den Berliner Senat, Sie mögen für den Weiterbetrieb sorgetragen.
( Die Wasserwerke sind nach 10 Jahren auch wieder im Status EDV ( Eigentum des Volkes ). )

Wenn die SPD nicht immer tricksen würde ( wie auch Wowereit 2010 bei Tempelhof THL ), versuchen würde, uns reinzulegen.
Hätte ich womöglich für die Schließung plaidiert. Aber sie wollen ja wieder alles zupflastern.

Die Stadt braucht die grünen Lungen inmitten der Stadt. In Tempelhof sind es so ungefähr 386 ha. Kollege "Alex" berichtet
Ihnen sicherlich gerne, wie toll ein Spaziergang mit dem Köter auf der riesigen Freifläche ist. Die frische Luft.

Hätte der Senat vorgeschlagen, auch "Tegel" zurückzubauen, Wald wieder herzustellen, wo noch 1960 der riesige Park "Jungfernheide" situierte, hätten wir Baumfreunde 'ja' gesagt. Bei jeder Landebahnverlängerung (nach Westen) mussten Rehe aus Sicherheitsgründen gefangen und umgesiedelt werden.
Viele wurden erschossen. Das geht schneller. Und ist nachhaltiger.
Der Jungfernsee, wo ich mit einem Handtuch 'um den Bauch' schwimmen lernte, war ähnlich schön wie der Stechlin - von Mischwald umgeben. Und groß.
Heute ist er ein kleiner stinkender Tümpel ( weil kein Zulauf / Ablauf mehr vorhanden ist ).

Eigentlich bin ich gegen die Vielflieger, ein Flug nach Südafrika und das Jahres-CO2-Budget ist zu 90% ausgeschöpft.
Aber Mr. & Miss Wichtig wollen nicht auf Fernreisen verzichten, deshalb wird es auch nicht thematisiert.

Sie sehen, lieber FC, ich bin immer noch Romantiker. In der Melange ist auch ein wenig Nostalgie.
Zu viel um sich wohl zu fühlen, zu wenig um in dieser Zeit AfD zu wählen. ;-)

BTW: Der Dorfschulze hat sich bei der 'Berliner Runde' unmöglich benommen. Gibt es dafür eine plausible Erklärung?
Oder war er auch nur - wie damals Gerhard Schröder - besoffen angesichts der Niederlage.

2.BTW: Erinnern Sie noch, Hr. Cut, den Aufschrei der emanzipierten Frauen, es muß so 6-7 Jahre her sein, als der kleine, dicke FDP-Wirtschaftsminister gegenüber seiner Interviewerin sich den Kommentar leistete, sie hätte eine Dirndl-Figur?
Wo, Wo waren 'unsere emanzipierten Frauen', wo blieb der Aufschrei, als im NDR-TV eine Alice "Nazi-Schlampe" tituliert wurde?
Nach heutiger Einordnung zweifellos eine sexistische Beleidigung. An sich.

( Die Richter haben sich geäußert: "Satire darf alles!" ) Wo ist der ansonsten eingeforderte Respekt?
Es kommt wohl immer darauf an, wer was sagt. Und wer der Adressat ist.

Ihnen eine Gute Woche

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Oblomow, Dienstag, 26. September 2017, 04:47 (vor 81 Tagen) @ Oblomow

NACHTRAG:


Und so hat Börlinn gewählt ( Flughafen und BTW ) :

Guckstu hier..........

http://www.ardmediathek.de/tv/Abendschau/Abendschau-vom-25-09-2017/rbb-Fernsehen/Video?...

( bitte Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Ost- und Westberlin beachten, 28 Jahre 'danach' )

Konservativ-die neue Gegenkultur?

Schlemiel, Montag, 25. September 2017, 10:37 (vor 82 Tagen) @ Final Cut

Ich hätte uns gerne ein anderes Wahlergebnis ermöglicht, mein lieber Oblomow, nun mache ich mir Vorwürfe,dass ich doch zu früh die politische Bühne verlassen habe.
Wären Sie denn noch rüstig genug und willig den Klassenkampf mittels digitaler Technik fortzuführen? (Codewort Cyberwar)

Ihr FC


PS.
Wie ich sehe, haben Sie leider Ihre Kontakte in Berlin nicht rechtzeitig mobilisieren können. Tegel bleibt offen.


«Das Bürgerbegehren hat für den Senat keine Verpflichtung.»

Demokratie in Berlin scheint zu funktionieren. Leider nach weissrussischem Vorbild. Lachhaft!

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Konservativ-die neue Gegenkultur?

alex @, Montag, 25. September 2017, 06:57 (vor 82 Tagen) @ Oblomow

Vorläufiges Endergebnis der BTW 2017:

CDU 32,9
SPD 20,5
FDP 10,7
AFD 12,6
GRÜNE 8,9
LINKE 9,2
SONST. 5,0

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2017-kann-die-jamaika-koalitio...

Auf der Basis obiger Zahlen ergeben sich nach meiner Rechnung folgende Abweichungen bei den jeweiligen Tipps:

UDO 13,8%
JANA 10,8%
SIR OBLOMOW 10,4%
ALEX 7,4%

Sollte das vorläufige Endergebnis Bestand haben, wäre der Wettkönig der mit der geringsten Abweichung...:-D

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