Musa Dagh, Erdogan und der ganz alltägliche Schwachsinn

H.., Freitag, 23. Dezember 2011, 13:15 (vor 5223 Tagen) @ Divara

... Die ´Tochter von Bekannten hat einen neuen Freund. Er ist nicht weiß. Aus welchem Teil der Welt er stammt, weiß ich gerade nicht. Spricht man vor Dritten bzw. Vierten über ihn, geraten wir regelmäßig ins Stottern: "Er ist ein Schwarzer, aber das darf man ja nicht sagen, er ist ein Farbiger äääh darf man das sagen? Also er ist...äääh..." Oder so ähnlich. Wie lautet denn die passende Bezeichnung zu Subsahara - falls er dorther kommt? "Subsaharier"? Kwezi ist verreist, den kann man gerade nicht fragen. Ist es nicht vielleicht schon Rassismus, überhaupt festzustellen, dass er eine andere Hautfarbe hat?

Tscha, der politisch korrekte Mensch kommt da leicht in's Schwitzen...

Und ich muss einräumen, dass ich manche Bezeichnungen nicht mag. "Farbig" zum Bleistift. Da kann man ja auch gleich "bunt" sagen. Gelbe Finger, rote Nase, grüne Haare - oder ist die Haarfarbe schon wieder out? "Neger" mag ich auch nicht. Aber das liegt schlicht daran, dass ich das nur als Negativ-Bezeichnung kenne. So aus der Zeit, als die Mädels noch für'n Kaugummi mit "denen" rummachten. So hieß es jedenfalls.

Allerdings frage ich mich, warum in Deinem Fall die Hautfarbe überhaupt eine Rolle spielt (Sachfrage!). Also bei meinen Workshops ist so ziemlich alles bunt gemischt - von der Hautfarbe bis zur Kopfbedeckung, sozusagen. Aber irgendwann hatte ich mal 'nen Jungen dazwischen, der war sowas von schwarz, das dürfte es im ganzen Kaff nicht nochmal geben. Insofern durchaus erwähnenswert.


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