Mohammed ? Armer Mohammed.....

Rachmones Peppermind, Montag, 24. September 2012, 19:46 (vor 4951 Tagen) @ Final Cut

Ich lebe interessanterweise in der Stadt und der Region mit dem prozentual höchsten Ausländeranteil und trotzdem halten sich die Konflikte in Grenzen, ich habe da die gleichen Erfahrungen wie FC.
Und keine Berührungsängste, da man hier von klein auf schnell lernt, die Menschen weniger nach Herkunft einzuordnen, sondern streng nach dem Motto Arschloch oder Nicht-Arschloch.
Und, ganz wichtig, kann man mit ihnen Geld verdienen.
Und, noch wichtiger, kann man mit ihnen feiern.


Das ist richtig. Ich kenne die Situation in FFM, OF u. Dietzenbach auch etwas näher. “Stress“ a la Berlin (speziell Neukölln) gibt es dort nicht.

Beispiel Dietzenbach, wo ich viele Kontakte habe.

http://www.op-online.de/nachrichten/dietzenbach/einwohner-statistik-dietzenbach-struktu...

Was noch fehlt bzw. unerwähnt ist, ist das Vorhandensein von einer Montessori- und einer Waldorfschule, genau gegenüber diesem Viertel, das früher auch als Klein Istanbul bezeichnet wurde. Noch zu der Zeit als das Viertel “Starkenburgring“ (Glashüttenweg) hieß, konntest zu jeder Tages und Nachtzeit da durch laufen, ohne dass dir was passiert wäre.

http://de.wikipedia.org/wiki/Spessartviertel
(…) Rund 95 % der Bewohner haben einen Migrationshintergrund. In dem multikulturell

geprägten Stadtteil mischen sich Menschen aus 80 Nationen und Sprachen. (…)
Vergleich Neukölln: 40,7 Prozent Migranten

Insofern sieht die FR, die ich stellvertretend für Südhessen nenne, Buschkowsky etwas gelassener.

http://www.op-online.de/nachrichten/dietzenbach/einwohner-statistik-dietzenbach-struktu...
(
Mein) Fazit : Neukölln ist nicht überall.


Fällt mir schwer, an natur- bzw. regiongegebene Unterschiede zu glauben.

Neukölln könnte jederzeit überall sein.
Wenn man nicht sinnvoll achtsam ist.


Jo, könnte, liebe Frau Peppermind. Nun hat der Herr Buschkowsky mit seinem “ist“ im Titel aber eine Tatsachenbehauptung aufgestellt, die nicht haltbar ist. Selbst in Berlin ist nicht überall Neukölln. Ergo, muss Berlin in Neukölln etwas falsch gemacht und nicht z.B. Hessen, was einen sehr hohen Anteil von “Migratsionshintergründen“ hat.

Genauso gut könnte einer auf die Idee kommen, ein Buch mit dem Titel zu schreiben, XY in Ostdeutschland ist überall.

Da könnte man dann auch wieder sagen …

In der aktuellen "Zeit" (nicht die online-Ausgabe, da ist ein anderer Artikel) ist ein Artikel, in dem Buschkowski sich sehr verständlich erklärt. So, wie er's erklärt, ergibt es für mich Sinn. In Berlin ist ansatzweise sehr wohl überall Neukölln. Wir sind 2007 von Mitte nach Friedenau gezogen, da wir die Kanülen in der vierten Etage und die Junkies auf der Treppe leid waren (wir hatten kleine Kinder). Friedenau ist heute die Rentner-Festung. Die Restaurants schließen um 23 Uhr, man bekommt nicht rund um die Uhr Döner und Pommes, die Bürgersteige werden ordnungsgemäß hochgeklappt. Tagsüber gibt es jede Menge Parkplätze, nachts nie (was soviel heißt wie: Bezahlte Arbeit habende Bevölkerung, die sich PKW leisten kann).
In Mitte ist noch was los - Yuppies, alte Ostler (weniger werdend), Touris. Wahrscheinlich wäre mein Mann da gar nicht aufgefallen. Eine Freundin riet uns ab, nach Zehlendorf zu ziehen; wegen der alten und neuen Nazis. Friedenau ist nicht Neukölln und nicht Kreuzberg und nicht Marzahn.

Trotzdem habe ich auch heute wieder Kartoffelsuppe gekocht (sechs Wochen keine feste Nahrung).

Übrigens gehe ich gern in Kreuzberg zum Orthopäden. Es gibt dort eine türkische und eine arabische Helferin und 99,9 % Muslime im schon morgens um sieben gestopft vollen Wartezimmer. Außerdem einen gutaussehenden älteren Arzt, der sich für mich unendlich viel Zeit nimmt. Weil er es genießt, einmal am Tag Deutsch sprechen zu können und ohne Not verstanden zu werden.


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